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Bundesrechtsanwaltskammer

BRAK präsentiert neuen IT-Dienst­leister für das beA

Quellcode auf einem Bildschirm

Ab Januar 2020 hat das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) einen neuen IT-Dienstleister. Die Aufgabe teilen sich die beiden IT-Unternehmen Westernacher Solutions GmbH und Rockenstein AG, die in einem förmlichen Vergabeverfahren von der BRAK den Zuschlag erhalten haben.

Noch bis Ende des Jahres ist das IT-Unternehmen Atos Information Technology GmbH für das beA zuständig. Zum 31. Dezember 2019 enden die Dienstleistungsverträge mit Atos, das seit 2014 mit der technischen Entwicklung des beA betraut gewesen war. Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) war daher seit April 2019 im Rahmen eines förmlichen Vergabeverfahrens auf der Suche nach einem neuen Dienstleister.

Atos und die BRAK standen wegen des Debakels um Sicherheitslücken beim beA zum Jahreswechsel 2017/2018 unter massiver Kritik. Wer mehr über die Achterbahnfahrt des beA lesen will: https://anwaltsblatt.anwaltverein.de/de/startseite/tag/beA.

Zuletzt war das beA aufgrund der Offenlegung des Abschlussberichts in den Medien.

Beste Angebot im Verga­be­ver­fahren

Wie die Bundesrechtsanwaltskammer nun in einer Presseerklärung bekannt gab, hat die Bietergemeinschaft Westernacher/Rockenstein das Rennen gemacht (siehe BRAK-Presseerklärung Nr. 11 vom 2. September 2019). Die beiden IT-Unternehmen haben zusammen in dem Vergabeverfahren über die Übernahme, die Weiterentwicklung, den Betrieb und den Support der besonderen elektronischen Anwaltspostfächer den Zuschlag erhalten.

Die sorgfältige Bewertung der vorliegenden Angebote auf Basis der allen Bietern mitgeteilten Wertungskriterien habe ergeben, dass die Bietergemeinschaft Westernacher/Rockenstein das nach Leistung und Preis beste Angebot abgegeben habe, teilte die BRAK mit. Und weiter: „Mit der Westernacher Solutions GmbH und der Rockenstein AG werden zwei Unternehmen die Dienstleistungen rund um das beA übernehmen, die seit vielen Jahren im Bereich der Entwicklung, dem Betrieb und dem Support von Fachanwendungen der Justiz und der öffentlichen Verwaltung ihren Schwerpunkt haben.

Die Unternehmen Westernacher und Rockenstein sind in der „Justiz-Szene“ keine unbekannten Anbietern.  Über Westernacher lief viele Jahre der Support für den EGVP-Bürgerclient, schaut man sich die Homepae an, wird deutlich, dass der Anbieter tief in den Elektronischen Rechtsverkehr (ERV) eingebunden ist.  Mit Rockenstein als Provider arbeitet ein Kanzleisoftware-Anbieter seit Jahren zusammen, wie Kenner der Szene berichten. Nach den Informationen des Anwaltsblatts hatte sich Atos auch erneut um das beA beworben.


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