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Pro-bono-Arbeit: Zum Wohle der Allge­meinheit

Die Großkanzleien mit ihrer effektiven Pro-bono-Arbeit und die Einzelanwälte mit ihren mühevollen PKH-Mandaten – diese Diskrepanz hat auch CMS Hasche Sigle erkannt. Die Sozietät ist deshalb einen anderen, für die Branche ganz ungewöhnlichen Weg gegangen. „Wir bearbeiten hochkarätige wirtschaftsrechtliche Mandate, für die wir überdurchschnittlich bezahlt werden“, sagt der Managing Partner Hubertus Kolster. „Auf der anderen Seite des Rechtsberatungsspektrums nehmen Rechtsanwälte viele Aufgaben wahr, die gesellschaftlich enorm wichtig sind, aber oft nicht gut genug bezahlt sind, um mit ausreichend Engagement erbracht zu werden.“ Dabei soll nun die Stiftung helfen, die die Kanzlei mit einem Startkapital von einer Million Euro ausgestattet hat, jedes Jahr sollen eine halbe Million dazu kommen. Damit will die Stiftung gemeinnützige Organisationen und Law Clinics finanziell unterstützen und bei der Weiterbildung von Beratungsstellen und Anwälten helfen. Doch sich nur auf der Stiftung auszuruhen, will auch CMS nicht. Auch dort sind die Anwälte gehalten, mitzumachen, bei der Beratung von Mietverträgen von Frauenhäusern oder bei der Gestaltung arbeitsrechtlicher Verträge. „Früher gab es bei der Pro-bono-Arbeit oft die Gefahr, dass sie zerfasert, das hatte immer etwas von ‚Jugend forscht‘“, sagt CMS-Partner Kolster. „Doch dazu ist die Arbeit zu wichtig.“

 


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