beA und BRAK

Secunet erklärt beA-Freigabe: Start am 3. September 2018

Es geht los: Der Gutachter Secunet hat den Neustart des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) am 3. September 2018 freigegeben.

Die 12 Schwachstellen sollen beseitigt sein, die aus Sicht der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) unbedingt vor dem Neustart zu beseitigen waren. Das geht aus der Presseerklärung Nr. 23 vom 20. August 2018 hervor. Die außerordentliche Präsidentenkonferenz der BRAK vom 27. Juni 2018 hatte beschlossen, dass 13 Schwachstellen vor dem Neustart behoben werden müssen und dies von Secunet zu  bestätigen sei. Für eine 13. Schwachstelle hatten die Kammerpräsidenten entschieden, diese erst im laufenden Betrieb zu beseitigen (BRAK-Pressemitteilung Nr. 22 siehe auch die Anwaltsblattmeldung). Das hatte der DAV kritisiert, war aber auch bei einigen regionalen Kammern auf Widerspruch gestoßen (siehe nur RAK Düsseldorf).

Nun steht also fest: Ab dem 3. September 2018 können Nachrichten wieder über das beA versendet und empfangen werden. Ab dann gilt für alle Anwältinnen und Anwälte die passive Nutzungs­pflicht.  Leider ohne die vom DAV geforderte Testphase (das Anwaltsblatt hatte berichtet). Ebenso kritisiert der DAV nach wie vor, dass die BRAK das weitere Gutachten von Secunet zur Freigabe des beA nicht veröffentlicht hat. „Die Akzeptanz des beA in der Anwaltschaft hängt maßgeblich davon ab, dass Anwältinnen und Anwälte in die Beseitigung wesentlicher Sicherheitslücken des beA vertrauen können“, sagt Rechtsanwalt Martin Schafhausen, Vorsitzender des DAV-Ausschusses Elektronischer Rechtsverkehr.

Am 1./2. September  2018 kein Download der  beA-Client-Security möglich!

Die beA-Client-Security steht seit dem 4. Juli 2018 für alle Anwältinnen und Anwälte zum Download und zur Installation auf den eigenen Rechnern zur Verfügung. Wer hier noch nicht gehandelt hat und nicht über eine Kanzleisoftware auf das beA zugreifen kann, sollte dies noch im August in Angriff nehmen. Denn: Die BRAK weist darauf hin, dass während des Hochfahrens des Gesamtsystems aus technischen Gründen am 1. und 2. September 2018 vorübergehend kein Download der beA-Client Security und keine Erstregistrierung möglich sein werden (Presseerklärung Nr. 23 vom 20. August 2018).

Mit der Installation sollten Anwältinnen und Anwälte auch rechtzeitig beginnen, weil es bei der Installation im Juli zu Problemen kam. Mittlerweile gibt es eine aktualisierte Version der beA-Client-Security. Sie wurde von der BRAK am 14. August 2018 bereitgestellt. Die Aktualisierung bereits erfolgreich durchgeführter Installationen erfolge bei Start der beA-Client-Security automatisch im Hintergrund, so die BRAK weiter (beA-Newsletter der BRAK vom 20. August 2018). Wer beim Installieren Hilfe benötigt, sollte sich an den von  der BRAK eingerichteten Support wenden. Hilfe gibt es unter bea-servicedesk@atos.net oder telefonisch von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 030 – 52 0009 444. Und noch ein Hinweis: Wer sein Lesegerät für sein beA bereits vor einiger Zeit gekauft hat, muss unter Umständen auch die Software des Treibers und die Firmware des Kartenlesegeräts aktualisieren.


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