Inter­pro­fes­sio­nelle Zusam­men­arbeit

Keine Bürogemein­schaft für Anwalt mit Mediator und Berufs­be­treuer

Hoffnungsschimmer am Horizont: Interprofessionelle Zusammenarbeit

Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs wird es nun also erstmal beim Status-quo bleiben. Dabei ist § 59a BRAO dringend reformbedürftig. Der DAV fordert seit langem, die Zusammenarbeit von Anwälten mit anderen Berufen zu erleichtern. Im Wunsch-Katalog des DAV sind grundsätzlich auch Mediatoren vorgesehen (DAV-Stellungnahme Nr. 58/2017).

Wie die Anwalts­blatt-Redaktion von Seiten eines der Prozess­be­vollmächtigten erfuhr, wird die weitere Strategie nun detail­liert mit dem Kläger besprochen werden. Einer Einlegung einer Verfas­sungs­be­schwerde misst man derzeit nicht allzu viel Erfolg bei.

Ein Hoffnungs­schimmer ist aber in Sicht. Die Ausführungen des Anwalts­senats könnten den Kläger dazu ermutigen, sich erneut an die Anwalts­kammer Celle zu wenden, um auszu­loten, ob nach wie vor Einwände gegen die gewünschte Bürogemein­schaft bestünden. Kassiert der Anwalt erneut eine missbil­li­gende Belehrung der Kammer, hätte er wohl nun mit dem Gesetz zum Outsourcing wesentlich bessere Karten, um die angestrebte Zusam­men­arbeit endlich zu erreichen. Das ableh­nende Urteil des BGH zeigt: Moder­ni­sie­rungen des Berufs­rechts müssen Anwältinnen und Anwälte sich auch in Zukunft mühsam erkämpfen.

 


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