DAV Jura-Slam

Comedy, Drama und ganz viel juris­ti­scher Wahnsinn: Finale des „DAV Jura-Slam“ 2019

Am 26. November stand das SO36 wieder einmal ganz im Zeichen der Paragrafen-Reiter. Auf der Bühne, auf der sich sonst namhafte Punk- und Rock-Bands die Klinke in die Hand geben, fand bereits zum vierten Mal das Finale des „DAV Jura-Slam“ statt. Die fünf Final-Kandidatinnen und –Kandidaten bewiesen auch dieses Jahr eindrucksvoll, dass Jura alles andere als trocken und humorlos ist.

Der „DAV Jura-Slam“ ist Spiel­wiese und Arena für den juris­ti­schen Nachwuchs – ob frisch an der Uni, im Referen­dariat oder schon Teil der Anwalt­schaft (bei einer Altershöchstgrenze von 40 Jahren). Auch in diesem Jahr waren vor allem die Studen­tinnen und Studenten ganz weit vorn. Die Vorent­scheide waren im Sommer und Herbst in fünf Städten gefallen. Im Finale in der Haupt­stadt standen nun Karolina Mieszaniec (Hannover), Felix Flaig (Dresden/Halle), Konstantin Hartwig (Köln), Mark-Philipp Luboschik (Münster) und Kaja Börner (Freiburg).

Drama, Baby! Und ganz viel zum Lachen

Die fünf Final­teil­neh­menden hatten nun jeweils 10 Minuten Zeit, um auf spannende, lustige oder kreative Weise ein juris­ti­sches Thema zu präsentieren. Das Niveau war dieses Jahr besonders beein­dru­ckend:

  • Frisch aus dem Ersten Examen stand als Erster Mark-Philipp aus Münster auf der Bühne. Er präsentierte eine dramatische Lesung mit dem Titel "Dr. Itter" – Detektiv Globkowsi jagt den unbeteiligten Dritten.
  • Felix aus dem Vorentscheid Dresden slammte unter dem Titel "Zwischen Demut und Größenwahn – 4 Einblicke in das Jurastudium" u.a. darüber, warum Juristen nicht flirten können. Der Student von der Uni Halle gab den Anfängerinnen und Anfängern zu hoffen: Das Humorpotenzial von Jura erkennt man noch nicht im ersten Semester.
  • Als Dritter auf der Bühne des SO36 stand Konstantin von der Uni Köln. Der erst 20-jährige Student brachte das Publikum mit einer tragischen Liebesgeschichte zwischen der Forderung Frank und der Hypothek Heidi zum Lachen.
  • Auch dieses Jahr gab es einen klassischen Poetry Slam: Kaja aus dem Vorentscheid Freiburg, derzeit im Erasmusjahr in Paris, performte eine Ode an das Jurastudium.
  • Als letzte Final-Slammerin stand Karolina Mieszaniec von der Uni Hannover auf der Bühne. Sie schloss den Abend mit einer poetischen Würdigung der vielen Facetten des juristischen Staatsxamens.

 

Abstimmung mit Sicher­heitsnetz

Am Ende eines Slam-Contests entscheidet tradi­tionell das Publikum durch mehr oder weniger starken Applaus, wer dabei am besten überzeugt und enter­taint hat. Die Fachjury bestand dieses Jahr aus rund 250 Jura-Fans und Slam-Inter­es­sierten. Nach den akusti­schen Heraus­for­de­rungen des vergan­genen Jahres hatte sich Debat­tier­meister und Moderator Peter Croonen­broeck eine Variante überlegt: Drei Freiwillige aus dem Publikum achteten unabhängig im vorderen, mittleren und hinteren Teil des Saals auf die Klatsch-Lautstärke und meldeten ihre Wahrnehmung an den Zeremo­ni­en­meister. Am Ende waren sich sogar alle recht schnell einig: Die stärkste Perfor­mance kam von Konstantin aus Köln, Platz 2 und 3 gingen an Mark-Philipp aus Münster und Felix aus Halle. Den kompletten Beitrag von Konstantin aus Köln finden Sie unten.

Der DAV gratu­liert allen Teilneh­menden zu den tollen Beiträgen und freut sich jetzt schon auf die nächste Ausgabe 2020!

Informationen zum nächsten und vergangenen Jura-Slams findet ihr hier.


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