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Prinzen­rolle - Der Kölner Verkehrs­rechtler Marc Michelske hat sich einen Karne­va­listen-Traum verwirk­licht

Bei der Weiberfastnacht war richtig Stimmung! Prinz Marc Michelske hatte sichtlich Spaß!

 

Staats­besuch“ beim Papst

Angesichts der vielen schönen und für ihn unvergesslichen zwischenmenschlichen Situationen und Begegnungen fällt es nicht leicht, die persönlichen Highlights zu benennen. Sicher ist, der „Staatsbesuch“ der drei Karnevalsbotschafter im Vatikan war eines: „Ich war natürlich sehr gerührt, vor dem
Papst zu stehen, meine Eheringe und andere persönliche Sachen segnen zu lassen und dabei Gelegenheit zu haben, mit ihm ein paar persönliche Worte wechseln zu können – das ist einfach etwas ganz Besonderes“, sagt er nach kurzer Bedenkzeit, und: „Ich weiß, dass ich niemals als Marc Michelske dort gestanden hätte, nur als Prinz.“

Das friedlich gesinnte „Stürmen“ der eher karne­vals­kri­ti­schen alter­na­tiven Stunk­sitzung wird er in guter Erinnerung halten. Ebenso den Auftritt bei dem tradi­tionell auf Kölsch vorge­tra­genen, nur von Männern gespielten Diver­tis­se­mentchen, das die Bühnenspiel­ge­mein­schaft Cäcilia Wolkenburg des Kölner Männer-Gesang-Vereins jedes Jahr und nur zu Karneval aufführt, einem „Kultur­hei­ligtum“ (Michelske). Es sei eine wunder­volle Arbeit und Erfahrung zu sehen, dass die Menschen einem zuhörten, sagt er: „Ich kann hier bewirken, dass ein Saal leise ist und an meinen Lippen hängt. Kein anderer wird sich in dem Moment wagen, dem höchsten Repräsentanten zu wider­sprechen, wenn er über Dinge spricht, die ihm im Karneval wichtig sind.“

Nach der letzten Sitzung am Karne­vals­sonntag und Wochen, deren Routine mit Frühstücken, Arbeiten, Umziehen, Schminken, Autofahren, Reden, Tanzen, Lächeln nur unzurei­chend umschrieben sein dürften, sei die ganze Anspannung von ihm abgefallen. „Ich habe gedacht, morgen, also Rosen­montag, da kann ich einfach auf dem Wagen stehen, werde bejubelt, kann feiern und bedanke mich, indem ich Kamelle werfe“, erinnert sich der Prinz. „Das ist natürlich etwas Wunderschönes nach zwei Monaten, in denen man alles gegeben hat.“

Vier Tonnen Kamelle und Strüßjer (Blumen) waren es am Ende allein bei Prinz, Bauer und Jungfrau. Und auch das zwischen­zeitlich stürmische Wetter vermochte den Höhepunkt des karne­va­lis­ti­schen Lebens – einmal Prinz zu sein – nicht zu trüben. „Da wird einfach ohne Vorbe­halte wunderschön gefeiert“, schwärmt Michelske. „Und das von oben auf dem Wagen zu erleben und den ganzen Überblick zu haben – wunderbar!“

Am Ascher­mittwoch kehren die Insignien – Stadtschlüssel, Pritsche (Fächer) und Spiegel – ins Rathaus zurück. Dann ist alles vorbei und die unterjährige Vereins­arbeit nimmt wieder ihren Lauf. Wer die Nachfolge seiner Tollität 2018/2019 in der kommenden Session antreten wird, entscheidet sich im Sommer. Dann wählt der Vorstand des Festko­mitees unter den neuen Bewerbern aus. So will es die kölsche Tradition.

Ein Vermächtnis an die Neuen? Marc Michelske formu­liert es so: „Das höchste gemeinsame Ziel für uns war es, alle mit der Anwesenheit von Prinz, Bauer und Jungfrau glücklich zu machen, sodass keiner zu kurz kommt. Das Dreige­stirn ist für alle da.“


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