Aufsätze

PraxisWissen 11/2018: Alle Aufsätze im Überblick

Auf einen Blick alle Aufsätze des Novem­ber­hefts zusammen mit der ausführlichen Langfassung.

 

Fehler­ver­meidung im Zivil­prozess: 20 Thesen und eine Hoffnung

Autor: Rechts­anwalt Prof. Dr. Bernd Hirtz, Köln

Die ZPO bietet ein ausge­feiltes Verfahren, das die Gerichte zu richtigen Entschei­dungen bringen soll. Wie die Mecha­nismen des Zivil­pro­zesses – richtig genutzt – zu besseren Gerichts­ent­schei­dungen führen, erläutert der Autor. Denn die offene Fehler­kultur, die innerhalb einer Anwalts­kanzlei möglich ist, wird es im Erkennt­nis­ver­fahren nicht geben.

Den kompletten Aufsatz finden Sie hier ... AnwBl 2018, 598 (pdf)

 

Legal Tech: Perspek­tiven der Digita­li­sierung des Rechts­dienst­leis­tungs­marktes

Autoren: Dr. Susanne Hähnchen und Robert Bommel, Bielefeld

Für die einen das Schreckgespenst, für die anderen Heilsbringer. Wo die einen das Ende der Anwaltschaft sehen, weisen die anderen auf verpasste Chancen hin. Sicher ist nur: Legal Tech hat den Markt für Rechtsdienstleistungen in Bewegung gebracht. Nachdem sich der Pulverdampf der vergangenen Monate verzogen hat, wagen die Autoren eine kritische Bestandsaufnahme. Was ist eigentlich Legal Tech? Wie wichtig ist Legal Tech für Anwaltskanzleien? Was ist noch Zukunftsmusik? Und vielleicht am allerwichtigsten: Wie sollten Kanzleien mit Legal Tech umgehen, die nicht an der Spitze der Entwicklung stehen, aber auch nicht hinter den Standards hinterherhinken wollen? Die Autoren geben Orientierung ... zu AnwBl 2018, 600 (pdf)

 

Rechtsauskünfte von Bekannten und Fremden in sozialen Netzwerken

Autor: Benjamin Blum, Mannheim

Die unentgeltliche Rechtsberatung im „Näheverhältnis“ ist durch das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) erlaubt worden, generell verboten ist nur die Beratung in Steuersachen geblieben. Damit dürfen Laien nicht nur Verwandten, sondern auch ihren Freunden Rechtsrat geben. Doch gilt das auch für die virtuellen Freunde bei Facebook?

Dreh- und Angelpunkt für die Anwendung des RDG ist die Rechtsdienstleistung. Wann aus der Erläuterung des Rechts eine vom RDG erfasste „Einzelfallprüfung“ und damit Rechtsdienstleistung wird, erläutert der Autor. Dann fächert er die Fallgruppen der unentgeltlichen Rechtsdienstleistungen auf, zeigt, wann der kostenlose Rechtsrat unzulässig wird, wie er verboten werden kann und wie beim kostenlosen Rechtsrat gehaftet wird.. ... AnwBl Online 2018, 901 (pdf)

 

Legal Tech - wo steht die Diskussion? Fragen für eine Regulierung

Autor: Rechts­anwalt Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig, Frankfurt am Main

In der Diskussion der vergangenen zwei Jahre sind vor allem die Chancen von Legal Tech betont worden. Legal-Tech-Dienstleistungen können den Zugang zum Recht erleichtern. Sie können auch die Arbeit von Anwältinnen und Anwälten unterstützen. In dem Maße, in dem sich praktische Anwendungen am Markt etablieren, wird nun die Frage nach der Regulierung von Legal Tech gestellt.

Der Autor verortet die Frage der Legal-Tech-Regulierung an zwei Stellen. Zum einen ist zu prüfen, ob im anwaltlichen Berufsrecht Legal-Tech-Anteile der anwaltlichen Dienstleistung zu regeln sind. Zu denken wäre hier an Vorgaben zur Sicherung der Verschwiegenheit oder Pflichten zur Tranparenz und Information. Zum anderen stellt sich die Frage, ob nicht-anwaltliche Angebote eine Rechtsdienstleistung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) sind und eine Sonderregelung erfordern. Es geht um die erforderliche Qualifikation im Recht und in IT, um Informations- und Aktualisierungspflichten, um eine Haftpflichtversicherung usw. ... AnwBl Online 2018, 908 (pdf)

 

Ökonomische Folgen der Digita­li­sierung auf den Rechts­sektor

Autoren: Prof. Dr. Michael Clasen, Hannover und Marlon Moritz, Göttingen

Wenn Anwältinnen und Anwälte von den Gesetzen des Marktes sprechen, tun sie das meistens auf der Basis ihres persönlichen Erfahrungswissens. Doch die Marktgesetze aus der analogen Welt passen nicht mehr, wenn die Rechtsdienstleistung digitalisiert wird.

Digitale Produkte können beliebig kopiert, verändert, gespeichert und transportiert werden – und zwar zu Grenzkosten von nahezu null. Größe ist in der digitalen Welt kein Problem, vielmehr wird Größe zur Stärke, weil sie eine Vernetzung vieler Anbieter und Kunden über lokale Grenzen hinaus ermöglicht. Was am Anfang klein und sich langsam entwickelnd anfängt, kann dann sehr schnell explosionsartig wachsen.... AnwBl Online 2018, 913 (pdf)

 

Die Bestimmung der "anwalt­lichen Prägung" im Sinen von § 46 Abs. 3 BRAO

Autoren: Prof. Dr. Felipe Temming und Stefan Dalmer, Hannover

Der Syndikusrechtsanwalt hat bei der Zulassung Hürden zu nehmen, die niedergelassene Anwälte nicht kennen. Die Zulassung gibt es nur für eine konkrete anwaltliche Tätigkeit. Und: Das Arbeitsverhältnis muss eine „anwaltliche Prägung“ haben. Das wirft immer wieder die Frage auf, wie viel Anwalt im Syndikusrechtsanwalt drin sein muss.

Die Autoren werben für die Formel „50 Prozent + X“, um die anwaltliche Prägung zu bestimmen. Diese folgt nach ihrer Auffasssung aus der Auslegung des Begriffs der „Prägung“. Bei gemischten Tätigkeiten wollen die Autoren zu der Anwendung der Formel auf die bewährte Verfahrensweise zur Eingruppierung im Tarifrecht zurückgreifen. Dort haben sich klare Regeln entwickelt. Die Lösung der Autoren vermeidet die Unsicherheiten der aktuellen Zulassungspraxis, bei der mal Tätigkeiten künstlich getrennt, dann wieder eher beliebig zusammengefasst werden. .... AnwBl Online 2018, 916 (pdf)

 


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