Aufsätze

PraxisWissen April/2019: Alle Aufsätze im Überblick

Auf einen Blick alle Aufsätze des April-Hefts zusammen mit der ausführlichen Langfassung.

 


Grundfragen anwaltlicher Verschwiegenheit - Was Anwältinnen und Anwälte wissen sollten, um die Pflicht zur Verschwiegenheit als Recht zu leben

Autor: Prof. Dr. Martin Henssler, Köln

Die Pflicht zur Verschwiegenheit – abgesichert in § 203 StGB – gehört zu den Kernpflichten von Anwältinnen und Anwälten. Doch sie wird, weil auf den ersten Blick alles klar zu sein scheint, häufig nicht sonderlich ernst genommen. Der Autor stellt die Grundfragen der anwaltlichen Verschwiegenheit konsequent aus Sicht der anwaltlichen Praxis dar. Pflichtlektüre für alle Anwältinnen und Anwälte, die sich mit der Verschwiegenheitspflicht länger nicht beschäftigt haben. ... AnwBl 2019, 216 (pdf)

 

Anwalt­liche Verschwie­genheit und beruf­liche Zusam­men­arbeit - Ein Beitrag auch im Hinblick auf die Erwei­terung des Kreises der sozietätsfähigen Berufe

Autor: Akad. Rat Dr. Christian Deckenbrock, Köln

Die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht zählt neben der Unabhängigkeit des Rechtsanwalts und dem Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen zu den anwaltlichen Grundpflichten, die für das Entstehen und den Bestand eines Vertrauensverhältnisses mit dem Mandanten unverzichtbar sind. Bei der beruflichen Zusammenarbeit mit anderen Personen erweitert sich zwangsläufig der Kreis derjenigen, die von Umständen erfahren oder zumindest Kenntnis erlangen können, hinsichtlich derer anwaltliche Verschwiegenheit zu wahren ist. Der Autor arbeitet heraus, wie weit die anwaltliche Schweigepflicht bei gemeinschaftlicher Berufsausübung und innerhalb einer Bürogemeinschaft gilt. Dabei geht der Autor auch auf die aktuelle Frage ein, in welchem Umfang die Verschwiegenheitspflicht bei der interprofessionellen Zusammenarbeit eine Begrenzung des Kreises der sozietätsfähigen Berufe weiterhin erfordert. ... AnwBl Online 2019, 321 (pdf)

 

Das Anwalts­ge­heimnis im außer-berufs­recht­lichen Regulie­rungs­zu­griff - Der Berufs­ge­heim­nis­schutz droht zu erodieren

Autor: Rechts­anwalt Prof. Dr. Dirk Uwer, LL.M., Mag.rer.publ., Düsseldorf

Die Pflicht zur Verschwiegenheit für Anwältinnen und Anwälte ist ein „core value“ des in BRAO und BORA verkörperten Berufsrechts. Doch während das Berufsrecht nur wenige Ausnahmen kennt (siehe dazu in diesem Heft Henssler, AnwBl 2019, 216), kommt es immer häufiger außerhalb des Berufsrechts zu regulatorischen Zugriffen: Das Geldwäscherecht, das zukünftige Geschäftsgeheimnisgesetz, die EU-Richtlinie zum „Whistleblowing“ und die Einführung einer Meldepflicht für Steuergestaltungsmodelle sind Beispiele dafür. Der Autor plädiert dafür, dass sich die Anwaltschaft von der Fixierung auf das Berufsrecht löst und sich als Teil einer Gesamtregulierung verschiedenster Wirtschaftssektoren versteht. Nur mit Blick auf die Gesamtbelastung können spezifische Angriffe auf die „Freiheit der Advokatur“ abgewehrt werden. ... AnwBl Online 2019, 327 (pdf)  

 

Angriffe auf die anwalt­liche Verschwie­genheit? Gefahren aus dem Steuer­recht

Autor: Rechts­anwalt Dr. Rainer Spatscheck, München

Das Steuerrecht geht quer durch das Leben – es gibt nichts, was keine steuerlichen Auswirkungen hat – von der Geburt bis zum Tod. Nachdem der Steuergesetzgeber umfassend auf alle erdenklichen Informationen beim Steuerpflichtigen zugreift, ist es nur natürlich, dass Verschwiegenheitsrechte und Verschwiegenheitspflichten hiermit kollidieren können. Der Autor zeigt, wie die Kollisionen in der Praxis faktisch aufgelöst werden – und dann das Anwaltsgeheimnis schnell ins leer läuft. Der Beitrag bietet damit wichtige Hinweise für die anwaltliche Praxis und ist für alle Anwältinnen und Anwälte interessant, deren Dienstleistungen als Betriebsausgaben abgesetzt werden. ... AnwBl Online 2019, 333 (pdf)

 

Syndi­kusanwälte und Verschwie­genheit

Autorin: Rechtsanwältin und Syndi­kus­rechtsanwältin Dr. Clarissa Freun­dorfer, Berlin

Die Verschwiegenheit gehört zu den Kernpflichten der Anwältin und des Anwalts. Beim Syndikus gibt es aber Ausnahmen. Die Autorin wirbt dafür, bei zugelassenen Syndikusrechtsanwälten das Anwaltsgeheimnis umfassender zu schützen. Seit dem 1. Januar 2016 existiert der Rechtstypus des Syndikusrechtsanwaltes/ der Syndikusrechtsanwältin. Schon vorher gab es den gemeinhin als Syndikusanwalt bezeichneten Juristen mit Anwaltszulassung, der im Unternehmen tätig ist. Es lohnt sich daher, bei dem facettenreichen Thema der anwaltlichen Verschwiegenheit auch den Blick darauf zu richten, welche Besonderheiten insoweit bei Syndikusrechtsanwälten und Syndikusanwälten „alter Prägung“ (denn auch letztere gibt es noch) zu beachten sind. ... AnwBl Online 2019, 335 (pdf)

 

Anwalt­liche Verschwie­genheit: Ein rechts­ver­glei­chender Blick nach Deutschland, in die USA, England, Frank­reich, Russland und China

Autor: Rechts­anwalt Markus Hauptmann, Frankfurt

Ohne die Verschwiegenheit von Anwältinnen und Anwälten werden Mandanten selten bereit sein, ihren Anwältinnen und Anwälten alles anzuvertrauen, was für diese für eine gute Interessenvertretung benötigen. Doch wie wird in anderen Rechtsordnungen das Anwaltsgeheimnis geschützt? Während das angloamerikanischen Recht vor allem mit Privileges Anwaltsarbeit schützt, wird der umfassende Schutz im kontinentalen Recht durch Eingriffsrechte relativiert. Besonderheiten gibt es in Frankreich, Russland oder China. Der Beitrag schärft das Problembewusstsein vor allem für Anwältinnen und Anwälte, die über die Grenzen hinweg Mandate betreuen. ... AnwBl Online 2019, 337 (pdf)

 

Anwalt­schaft und Wissen­schaft mitein­ander vereint

Autor: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hanns Prütting, Köln

1988 gegründet, hat das Institut für Anwaltsrecht an der Universität Köln als erstes seiner Art die anwaltsrechtliche Wissenschaft geprägt. Hanns Prütting erinnert daran, wie grundlegend sich das Anwaltsrecht liberalisiert hat – und warum die Modernisierung des Anwaltsrechts weitergeht. ... AnwBl Online 2019, 343 (pdf)

 

Der „Leuchtturm“ im Anwalts­recht – das Kölner Institut wird 30

Autor: Rechts­anwalt und Notar Ulrich Schel­lenberg, Berlin

Das Institut für Anwaltsrecht an der Universität Köln war 1988 das erste seiner Art in Deutschland. Die anwaltsrechtliche Wissenschaft ist vom Institut begründet worden und wird bis heute von ihm dominiert (zur Gründungsgeschichte Hamacher, AnwBl 2009, 14). Der damalige Präsident des Deutschen Anwaltvereins Rechtsanwalt und Notar Ulrich Schellenberg gratulierte zum 30. Geburtstag. ... AnwBl Online 2019, 345 (pdf)

 


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