Satzungs­ver­sammlung stößt an Grenzen: Regulieren um jeden Preis?

Dann wird vermutlich die Ermächtigung für die Ausge­staltung der allge­meinen Fortbil­dungs­pflicht in Kraft getreten sein samt Sanktio­nie­rungsmöglichkeit mit Geldbußen bis 2.000 Euro (das sieht der Regie­rungs­entwurf vor). Die Satzungs­ver­sammlung wird sich dann endgültig entscheiden müssen, ob und wie sie von der Ermächtigung Gebrauch machen wird. Wenn sie sich auf kein Modell einigt, kann sich immer noch der Gesetz­geber berufen fühlen, die Lücke zu füllen. Das spricht dafür, dass das liberale Fortbil­dungs­modell doch noch seine Mehrheiten finden wird. Es setzt darauf, dass Anwältinnen und Anwälte die Art und Weise der Fortbildung frei bestimmen können und ihre Fortbildung im Wesent­lichen im Selbst­studium erbringen. Nur 10 Stunden sollen etwa durch Seminare oder Lerner­folgs­kon­trollen nachge­wiesen werden. Zudem kann Fachan­walts(pflicht)fortbildung voll angerechnet werden, so dass Belas­tungen gerade für die Anwältinnen und Anwälte vermieden werden, die sich ohnehin schon viel fortbilden.

FAO: Voraussetzungen im Insolvenzrecht und Vergaberecht aktualisiert

Ohne Diskussion und einstimmig wurden von der 6. Satzungs­ver­sammlung noch Änderungen bei den Voraus­set­zungen für den Fachanwalt für Insol­venz­recht (Fälle) sowie für Verga­be­recht (Fachkennt­nisse) beschlossen. In der FAO werden Gesetzesänderungen im Insolvenz- sowie Verga­be­recht nachvoll­zogen, so dass die FAO nun wieder aktuell ist.

 


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