Schriftenreihe Anwaltsblatt

Band 5

Der Syndikusanwalt im Anwaltsrecht

Das Bundessozialgericht (BSG) hat im April 2014 überraschend entschieden, dass Syndikusanwälte nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit werden können, weil sie im Unternehmen oder im Verband nicht anwaltlich tätig sein könnten. Mit diesen Urteilen wurde die schon lange währende Diskussion um den Syndikusanwalt noch einmal kräftig befeuert und hat nun auch den Gesetzgeber zum Handeln veranlasst.

Die in diesem Band 5 der Schriftenreihe Anwaltsblatt versammelten Arbeiten stellen maßgebende Beiträge in der Debatte um die Stellung des Syndikusanwalts im Anwaltsrecht dar. Im Zentrum der Veröffentlichung steht das Gutachten zum „Legal Privileg" für Syndikusanwälte von Rainer Hamm und Falko Maxin. Unerlässlich für die Diskussion ist auch der Blick in die Vergangenheit. Hans-Jürgen Hellwig stellt die Entwicklung des Syndikusanwalts seit der Weimarer Republik dar. Hanns Prütting und Michael Kleine-Cosack analysieren die BSG-Urteile. Susanne Offermann-Burckart kommentiert das vom Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz vorgelegte Eckpunktepapier für eine Neuregelung des Rechts der Syndiksuanwälte.

Das Werk kann direkt in der Redaktion des Anwaltsblatts beim Deutschen Anwaltverein angefordert werden oder steht als Download zur Verfügung.

Anwaltschaft für Menschenrechte und Vielfalt

Internationale und europäische Menschenrechte werden für die deutsche Rechtsordnung immer bedeutender. Sie sind in allen Rechts- und Fachgebieten zu berücksichtigen. Einfaches Recht wie Grundrechte sind im Lichte der Menschenrechte auszulegen. Sie können eingeklagt werden vor deutschen Gerichten ebenso wie im Rahmen von internationalen Beschwerdeverfahren zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte oder zu UN-Fachausschüssen. Dieses Buch versammelt zwölf aktualisierte Aufsätze, die ursprünglich im Anwaltsblatt erschienen sind. Die Beiträge zeigen, wie die Menschenrechte in der Anwaltspraxis fruchtbar gemacht werden können und welches Potenzial die Europäische Menschenrechtskonvention und die verschiedenen UN-Menschenrechtsverträge dafür bieten. Ziel ist es, die Menschenrechte stärker in den Fokus der anwaltlichen Praxis zu rücken.

Das Werk kann direkt in der Redaktion des Anwaltsblatts beim Deutschen Anwaltverein angefordert werden oder steht als Download zur Verfügung.

Das Berufsbild des (Anwalts-)Notars in Gegenwart und Zukunft

Das DAV-Forum Anwaltsnotariat im März 2009 beleuchtete das Berufsbild des (Anwalts-)Notars in Gegenwart und Zukunft unter Herausstellung des Kernbereichs notarieller Tätigkeit und dessen Vereinbarkeit mit Verfassungs- und Europarecht. Dabei beschäftigte es sich unter anderem mit der Frage, welchen Platz das Notariat in einer zukünftigen europäischen Rechtsordnung einnehmen kann. Zugleich zeigt die Veranstaltung des Deutschen Anwaltvereins, dass sich Nur-Notariat und Anwaltsnotariat gegenseitig stärken. Das gilt vor allem bei der Verteidigung des lateinischen Notariats, die eng mit der Frage des Zugangs zum Recht und den Bestrebungen der EU-Kommission nach europaweiter Deregulierung freier Berufe verknüpft ist. Vertreter aus dem Anwaltsnotariat, dem Nur-Notariat sowie aus der Politik und der Wissenschaft trugen vor und diskutierten gemeinsam.

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Die Aufgabe der Rechtsanwaltskammern

Die BRAO von 1959 hat die Kammerverwaltung als Organisationsgrundlage für die Anwaltschaft in der Bundesrepublik Deutschland konstituiert. Die Strukturen sind seit 1878 unverändert und haben alle Wechsel der Staatssysteme überdauert. Die Idee der mittelbaren Staatsverwaltung durch Berufsangehörige stammt aus einer Zeit, in der Grundrechte, wie wir sie kennen, noch nicht galten. Gehen die Befugnisse der Kammern zu weit, werden die Grundrechte der Berufsangehörigen verletzt. Den Konflikt zwischen Freiheit und Kammerzugriff hat die BRAO 1959 mit Kompromissformeln zu lösen versucht. Deren Anwendung hat im Laufe der Zeit zu einer immer weitgehenderen Ausdehnung der Kammertätigkeit geführt. Ob dies dem Konzept einer mittelbaren Staatsverwaltung durch Berufsangehörige gerecht wird, ist Gegenstand der vorliegenden Schrift. Das Werk untersucht die Befugnisse der Kammern unter allen relevanten Aspekten des geltenden Rechts und zieht auf der Basis der Kompromissformeln der BRAO 1959 eine Linie, die für die Gegenwart darlegt, was die Kammern dürfen und was nicht. Die Diskussion ist damit auf eine sichere Grundlage gestellt.

Das Werk kann direkt in der Redaktion des Anwaltsblatts beim Deutschen Anwaltverein angefordert werden.

Anwälte und ihre Geschichte

Eine Ausstellung von Dokumenten aus dem 18. und 20. Jahrhundert ausgewählt von Universitätsprofessor Dr. Hinrich Rüping.

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