Reform der Tötungsdelikte – was lange währt, währt lange

Heimtücke als das bewusste Ausnutzen der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers in feindlicher Willensrichtung – warum Heimtücke bei Toten wichtig ist, bei (über-)lebenden Opfern von Überfällen, Entführungen oder ausgespähten Einbruchsopfern keine Rolle spielt, verwundert und irritiert zumindest das nicht-juristisch sozialisierte Publikum. Unstreitig ist aber, dass die Paragraphen für Mord und Totschlag im Strafgesetzbuch bis heute die Handschrift des NS-Unrechtsregimes tragen. Der Gesetzgeber wollte das ändern. Der Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums ist offiziell nie veröffentlicht worden und wird wohl auch nicht mehr zum Regierungsentwurf werden. Wo es Informationen zum Stand der Diskussion gibt, erläutert die Autorin.

Der Beitrag erschien zuerst im Dezember-Heft des Anwaltsblatts (AnwBl 2016, M 356).

 

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Janine Ditscheid,

Dipl.-Bibliothekarin, Köln

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