Pflicht­prak­tikum - worauf kommt es an?

Der Blick über den Tellerrand ermöglicht eine neue Sicht auf andere Rechts­systeme, aber auch auf das eigene. Bei einem Ausland­sprak­tikum ist darauf zu achten, dass die Quali­fi­kation des Ausbilders als der eines deutschen Vollju­risten gleich­wertig anerkannt ist. Das Praktikum kann zur Orien­tierung für spätere Auslands­se­mester dienen. Wird das Praktikum im Anschluss an einen Auslands­auf­enthalt absol­viert, richtet sich der Beginn der vorle­sungs­freien Zeit nach den Semes­ter­zeiten der ausländischen Universität.

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Praktikum?

Umso früher ein Praktikum absol­viert wird, umso eher können die Erfah­rungen für das weitere Studium (beispiels­weise für die Wahl des Schwer­punkt­stu­diums) inspi­rierend sein. In höheren Fachse­mestern können dafür mehr fachbe­zogene Aufgaben selbstständig übernommen werden. Prakti­kums­pro­gramme in Großkanzleien richten sich daher häufig an Studie­rende ab dem 5. Semester oder mit abgelegter Zwischenprüfung, ermöglichen dafür aber die Mitwirkung an Schriftsätzen oder Gutachten. Die Praktika sollten vor der unmit­tel­baren Examens­vor­be­reitung absol­viert sein.

Die Bewerbung: Auf den Punkt

Egal ob ausge­schrie­benes Praktikum oder Initia­tiv­be­werbung: Die Bewerbung beginnt mit einem Anruf beim Wunsch­ar­beit­geber. Hier können Ansprech­partner, Rahmen­be­din­gungen und Zeiträume angefragt werden sowie die benötigten Bewer­bungs­un­ter­lagen. Für ein Verwal­tungs­prak­tikum ist auf die zum Teil mehrmo­na­tigen Bewer­bungs­fristen zu achten. Im schrift­lichen Motiva­ti­ons­schreiben sollten auch die konkreten Vorstel­lungen vom Praktikum geschildert werden, um einem passenden Vollju­risten und Aufga­benfeld zugeteilt zu werden. Wer etwas Zeit in die Planung des Praktikums inves­tiert, hat die besten Chancen, in wenigen Wochen viel Erfahrung dazuzu­ge­winnen.


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