Inspi­ration aus Mediation und Coaching

All you need is law? Kommu­ni­kation 4.0 für die Anwalt­spraxis

  • Nutzen für die tägliche Arbeit: Wer an seinen nicht-juristischen Kompetenzen arbeitet, wird belohnt, davon sind die Autorinnen überzeugt. Mandanten wissen heute, dass Anwältinnen und Anwälte mehr als das Recht können müssen. Mandantenzufriedenheit und Mandantenbindung wachsen. Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kanzleien profitieren, wenn ihre Chefinnen und Chefs genauer zuhören, eindeutiger kommunizieren und über ihre eigenen Schwächen und Stärken besser Bescheid wissen. Und ganz nebenbei: Wer gut kommuniziert, hat meist auch ein besseres Wissensmanagement.
  • Inspiration für die Anwaltspraxis: Offen für Neues sein, das wünschen sich die Autorinnen. Sie werben dafür, dass auch Anwältinnen und Anwälte, Syndikusrechtsanwältinnen und -anwälte alte Strukturen überprüfen und ändern und sich auf neue Wege der Kommunikation – verstanden im ganz weiten Sinne – einlassen. Denn mit Jura allein werden Juristinnen und Juristen die Zukunft nicht meistern.

Kontext: Wandel war immer …

Erlebt die Anwaltschaft gerade die digitale Revolution oder eine Evolution im Rekordtempo? Wer keine Lust auf Wandel hat, sollte wissen: Es gab immer Zeiträume, in denen sich Umbrüche vollzogen.

Die Einführung des Mündlichkeitsprinzips revolutionierte 1879 den Zivilprozess. Dass in Deutschland auf einmal ein einheitliches Bürgerliches Recht galt, war 1900 beim Inkrafttreten des BGB eine echte Neuerung. Und 1919 und 1949 markieren Jahreszahlen der Demokratisierung der deutschen Gesellschaft.

Für ältere Anwälte war es eine Revolution, als 1987 die BRAK-Standes­richt­linien vom Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt für verfas­sungs­widrig erklärt wurden (daher sprechen manche noch immer von den „Bastille-Beschlüssen“), für viele war es damals die überfällige Befreiung. In der Rückschau werden die kommenden Jahre vielleicht die Jahre des Aufbruchs sein, in denen die Anwalt­schaft sich weiter moder­ni­siert.

Warum lesen?

Zugegeben: Das Sommerspecial „Kommunikation 4.0“ hat einen Umfang von 16 Anwaltsblatt-Seiten und vielleicht mag das eine oder andere dem einen oder anderen schon bekannt sein. Gleichwohl gilt: Die Autorinnen verschränken kunstvoll den Wandel (den viele in der Anwaltschaft spüren) mit den Optionen, auf den Wandel zu reagieren – und vom Wandel zu profitieren. Zugleich macht der Beitrag Mut, die eigenen Arbeitsweisen in Frage zu stellen – und zeigt ganz konkret auf, wie es geht.

Wer dazu bereit ist, ein wenig Zeit zu inves­tieren, wird mit vielen Einsichten und Erkennt­nissen belohnt. Das Wasser, in das der Leser springen muss, ist nicht kalt, sondern angenehm warm.

Hier geht's zum Aufsatz "All You need is law? Kommunikation 4.0 für die Anwaltspraxis - Inspirationen aus Mediation und Coaching" in Langfassung.


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