Interview

Babette Christo­phers - als Anwältin einen neuen Markt entwi­ckeln

Babette Christophers

Auf die wachsenden Anforderungen der Mandanten reagieren immer mehr Kanzleien mit der Spezialisierung in der Spezialisierung. Wie das funktionieren kann, zeigt die Einzelanwältin Babette Christophers aus Münster. Seit gut zwanzig Jahren im Medizinrecht aktiv, berät sie nun in der „health care compliance“. Die Idee für die Medizin-Compliance hat sie aus den USA mitgebracht.

Rechtsanwältin Babette Christo­phers ist seit 2001 Fachanwältin für Sozial­recht und seit 2010 Fachanwältin für Medizin­recht. 2012 folgte die Ausbildung zur Wirtschafts­me­dia­torin. Geboren 1969 in Münster studierte sie 1989 bis 1994 an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster Jura. Das Referen­dariat absol­vierte sie 1995 bis 1997 am Oberlan­des­ge­richt Oldenburg. Einen LL.M. „American Legal Studies“ hat sie in North Carolina abgeschlossen. Der Studien­schwer­punkt war hier auf Corporate Compliance gelegt. Von 1998 bis 2016 war sie als Rechtsanwältin in verschie­denen medizin­rechtlich ausge­rich­teten Rechts­bou­tiquen tätig. 2016 gründete sie als Einzelanwältin ihre eigene Kanzlei „health care compliance“ in Münster und seit August 2018 in Bürogemein­schaft mit Rechts­anwalt Andreas Wucher­pfennig. Christo­phers ist verhei­ratet und hat zwei Töchter. Sie engagiert sich im Geschäftsführenden Ausschuss der Arbeits­ge­mein­schaft Medizin­recht im DAV und ist Mitglied in der Verei­nigung der Rechtsanwälte und Notare in Münster, im Netzwerk Gesund­heits­wirt­schaft Münsterland und im Forum Medizin­recht.

 

Wie es eine Einzelanwältin schafft, innovative Rechts­dienst­leis­tungen im Anwalts­markt zu etablieren, hat Rechtsanwältin Babette Christo­phers Anwalts­blatt Karriere im Interview verraten.

Sie haben drei Sätze, was ist „health care compliance“?

„Health care compliance“ ist ein Manage­ment­system, in dem es darum geht, interne und externe Regelungen einzu­halten.

Sie hätten noch zwei Sätze?

Ein weiterer genügt (überlegt): „Health care compliance“ hat etwas mit Überzeugung zu tun und umfasst nicht nur Recht, recht­liche Beratung, sondern auch weitere Bereiche, mit denen ich mich beschäftige, wie zum Beispiel Mediation und Coaching.

Was unterscheidet die Compliance im Gesundheitssektor von der normalen
Compliance?

Die recht­lichen Regelungen im Medizin­recht sind besonders komplex und vielfältig, sodass ein Jurist, der sich mit diesen Fragen nicht auskennt, auch nicht entspre­chend beraten kann.

Worin unterscheidet sich die Complianceberatung von der klassischen Arbeit
einer Anwältin?

Norma­ler­weise kommen die Mandanten zum Anwalt oder zur Anwältin, wenn das Kind schon in den Brunnen oder fast in den Brunnen gefallen ist. Compliance setzt einen Schritt eher ein, indem man versucht, Vorsorge zu treiben und Fehler zu vermeiden. Es ist im Grunde eine Art interne Versi­cherung. Es werden Schritte in die Wege geleitet, so dass es gar nicht zu Rechts­verstößen kommt.

Welche Mandanten brauchen die „health care compliance“ besonders dringend?

„Health care compliance“ ist inter­essant für Leistungs­er­bringer im Gesund­heits­wesen, die ihre Leistungen im Zusam­men­spiel mit vielen Gruppen erbringen: Ärzte, Schwestern und Pfleger, Verwal­tungs­mit­ar­beiter. Das Parade­bei­spiel sind Krankenhäuser. Jeder muss sich darauf verlassen, dass der andere die Aufgaben so abarbeitet, wie er sie abarbeiten sollte. Fehler, die durch Nicht­wissen oder Fahrlässigkeit entstehen können, sollen so gut wie möglich vermieden werden. Dabei geht es in der Compliance nicht nur um recht­liche Fehler, sondern zum Beispiel auch um Kommu­ni­ka­ti­ons­fehler. Für den nieder­ge­las­senen Arzt in eigener Praxis ist Compliance dagegen weniger spannend.

Wo wird aus der vorsorgenden Rechtsberatung dann eigentlich die Compliance-
Beratung?

Die vorsor­gende Rechts­be­ratung ist Teil der Compliance, weil es natürlich darum geht, Regeln zu befolgen. Wenn sie sich aber überlegen, wie das Compliance-System ausge­staltet wird, dann ist das mehr. Mit dem Compliance-System geht es auch darum, nach außen ‒ also zum Beispiel gegenüber einer Staats­an­walt­schaft ‒ zu zeigen, wie ich mich organi­siert habe, um das Recht zu beachten. Zum Compliance-System gehören Klärung von Zweifels­fragen, Dokumen­tation, Fortbildung der Mitar­beiter, all das wird in das System imple­men­tiert. Das ist ein ganzheit­licher Ansatz.

Geht das hin bis zur Vermeidung von Behandlungsfehlern?

Im Prinzip ja. Die medizi­ni­schen Fehler, wo es im Grunde um das ärztliche und pflege­rische Know-how geht, werden aber meist in einem anderen System abgebildet, in dem Critical Incident Reporting System (CIRS). Dort werden Auffälligkeiten bei der Behandlung des Patienten gemeldet.

Wo liegt der Mehrwert für die Krankenhäuser?

Der Vorteil liegt zunächst in der Vermeidung von Schäden, aber er dient auch der Reputation, weil Skandale vermieden werden können. Und in Zeiten des Pflegekräftemangels bindet Compliance auch Mitar­beiter an das Krankenhaus. Es ist ein Statement: „Wir sind ein cleanes Haus. Wir kümmern uns um Euch. Wir wollen, dass ihr die Regeln ordentlich befolgen könnt.“ Weil es natürlich am Ende auch um das tatsächliche Befolgen geht, lässt sich Compliance aus Arbeit­neh­mer­sicht auch negativ drehen: Manche spreche dann von „totaler Kontrolle“. Genau genommen geht es aber darum, dass auch die Schwester den Chefarzt auf einen Regel­verstoß hinweisen kann.

Compliance und Fehlerkultur liegen also beieinander?

Ja, so kann man es sehen. Gerade in den hierar­chi­schen Struk­turen, in denen wir in Deutschland immer noch denken – in den USA ist das schon ein bisschen anders –, können aus falsch verstan­dener Loyalität Regel­verstöße passieren, die nicht hinnehmbar sind.

Welche Rolle spielt „health care compliance“ heute schon beim Praxismanagement
oder Klinikmanagement?

Die Krankenhäuser finden diese Entwicklung spannend. Aber ich stelle immer wieder fest, dass sie auch noch ganz viele andere, brennendere Probleme haben. Bisher gibt es keine Verpflichtung, Compliance vorzu­halten. Die „health care compliance“ ist daher in deutschen Kliniken noch ein Zukunfts­thema, das Bewusstsein dafür entwi­ckelt sich erst langsam. Der Trend zu Medizi­ni­schen Versor­gungs­zentren für die ambulante Versorgung zeigt aber, dass im Gesund­heits­wesen Organi­sa­ti­ons­formen gewählt werden, die zur Steuerung irgendwann um Compliance-Systeme nicht mehr drum herum kommen. Die Kontroll­dichte bei Ärzten wird immer größer, auch eine Folge der Digita­li­sierung.

Und wie vermitteln Sie dann den Mandanten den Mehrwert von Compliance?

Klassisch mit Zahlen! Ich erläutere meinen Mandanten, was passiert, wenn sie einfach einen poten­ti­ellen Schaden hochrechnen. Ein gutes Beispiel ist der Klinik-Chefarzt ohne Kassen­arzt­zu­lassung, der aber aufgrund einer Ermächtigung auch vertragsärztlich …

… also wie ein Kassenarzt …

.. für eine besondere Leistung tätig werden kann, weil es Versor­gungslücken bei den Kassenärzten gibt. Die Ermächtigung ist höchstpersönlich. Chefärzte neigen aber zum Delegieren an andere Ärzte. Wenn die Kassenärztliche Verei­nigung das heraus­be­kommt, kann sie die Honorare vom Krankenhaus zurückver­langen, denn da ist der Chefarzt angestellt. Hier kann ein Compliance-System dafür sorgen, dass die recht­lichen Vorgaben einge­halten werden. Am Ende ist dieser Weg schlicht billiger.

Wie ist die Mischung zwischen Sozialrecht, Strafrecht und Zivilrecht?

Im Grunde durch­streift man bei der „health care compliance“ alle Rechts­ge­biete. Aktuell geht es um Themen wie die „Koope­ration im Gesund­heits­be­reich“, also wie Krankenhäuser auch mit nieder­ge­las­senen Ärzten koope­rieren können. Die Straf­vor­schriften zu Bestech­lichkeit (§ 299a StGB) und Beste­chung (§ 299b StGB) im Gesund­heits­wesen – 2016 in Kraft getre­tenen – schaffen Beratungs­bedarf. Aber auch Zivil­recht oder Steuer­recht können virulent sein, wenn man Risiko­felder analy­siert. Daher kann es auch durchaus passieren, dass ich einen Kollegen oder eine Kollegin für ein Spezi­al­problem mit ins Boot hole. Mein Kernbe­reich ist die Imple­men­tierung des Systems.

Was ist leichter: sich als Compliance-Spezialistin das Medizinrecht anzueignen
oder als Medizinrechtlerin die Besonderheiten der Compliance zu lernen?

Das Letztere (lacht), weil meine Erfahrungen als Medizinrechtlerin und mein Branchen-Know-how der Ausgangspunkt sind. Aus diesem Wissen kann ich letztlich beurteilen, wo Risiken liegen, die ein Compliance-System rechtfertigen. Compliance ist nicht verkaufbar, wenn sie zum Selbstzweck wird. Ausgangspunkt ist immer eine sorgfältige Risikoanalyse.

Was haben Sie in den USA von der Corporate Compliance gelernt?

In den USA sind die Gesetze schärfer. Die Unter­nehmen sind verpflichtet, ein Compliance-System vorzu­halten und dement­spre­chend ist der Markt viel größer. Es haben sich unzählige Kanzleien auf Compliance spezia­li­siert.

Ist eine Verpflichtung zur Compliance für Deutschland der richtige Weg?

Wenn es kein Papier­tiger wird, wie es manchmal beim Qualitätsmana­gement im Krankenhaus ist, dann ist das ein Weg. Entscheidend ist, dass Compliance gelebt wird und auch die Klinik­leitung für das Thema brennt. Compliance und Berufs­ethik liegen nahe beiein­ander. Wenn es gelingt, das zu vermitteln, dann macht auch das Personal mit.

Und wer entscheidet dann, ob das Compliance-System auch wirklich
„compliant“ ist?

Letzt­endlich entscheidet sich das im Straf­ver­fahren über Rechts­verstöße. Im Idealfall erkennt schon der Staats­anwalt, dass die Verant­wort­lichen des Unter­nehmens heraus sind, weil sie ein funktio­nie­rendes Compliance-System instal­liert und gelebt haben. Wenn das System als Schutz­schild von der Staats­an­walt­schaft nicht akzep­tiert wird, entscheidet am Ende das Gericht.

Das heißt, wenn im Unternehmen vorsätzliche Straftaten passieren, muss man
sein Compliance-System nachschärfen?

Vorsatz kann man mit Compliance nicht wirklich ausmerzen. Wer betrügen will, kann Fährten legen und Umwege wählen, um seine Tat zu verdecken und sein Ziel zu erreichen. Das kann man mit Compliance nicht aufdecken. Bei Compliance geht es darum, zu schulen, Wissen zu vermitteln und Fehler zu vermeiden, die aus Unkenntnis oder fahrlässig geschehen.

Alle klagen über den Wettbewerbsdruck. Wie schwer ist es heute, als Einzelanwältin
zu arbeiten?

Egal, ob Einzelanwältin oder in einer Sozietät: Das Geschäft ist immer wellen­artig. Entweder, man wird völlig überlaufen, oder man fürchtet, nichts mehr zu tun haben. Damit muss ich klar kommen.

Wie viel Vorerfahrung braucht man heute als Kanzleigründerin?

Das lässt sich mit einem Satz nicht beant­worten. Es kommt auf die Persönlichkeit und die Vorer­fah­rungen an. Wenn sie oder er in einem Spezi­al­be­reich gute Kennt­nisse hat, über gute Kontakte in eine bestimmte Branche verfügt, dann kann man starten. Und wenn man gleich­zeitig auch ein Gefühl für den Umgang mit Menschen hat, kann es erfolg­reich werden. Wer aller­dings vielleicht ein perfekter Jurist oder eine perfekte Juristin ist, aber nicht gern mit Menschen umgeht, sollte sich die Kanzleigründung zwei Mal überlegen.

Also Branchenerfahrung und Menschenkenntnis?

Ja, aber nicht nur Menschen­kenntnis, sondern man muss Lust auf Menschen haben.

Wie innovativ muss man heute als Einzelanwältin sein?

Sie müssen sich heute auf dem Anwalts­markt immer wieder neu erfinden. Sie müssen sich – ohne jetzt ständig auf die Mitbe­werber zu schielen – ständig hinter­fragen: Bin ich auf dem richtigen Weg? Muss ich etwas ändern?

Wie sieht gutes Anwaltsmarketing heute aus?

Wenn sie auf einem echten Spezi­al­gebiet tätig sind, wie das bei mir der Fall ist, brauchen sie ein gutes Netzwerk. Publi­zieren in den entspre­chenden Fachzeit­schriften gehört dazu, und sie müssen raus aus dem Büro, Menschen treffen. Die Kolle­ginnen und Kollegen in ihrem Rechts­gebiet müssen wissen, was sie genau beackern. Jeder Anwalt, jede Anwältin hat heute Sachen auf dem Tisch, bei denen er im Grunde denkt, dass könnte jemand anderes besser bearbeiten. Gerade Einzelanwälte können vom Koope­rieren profi­tieren.

Der Medizinrechtler, der alles kann, den gibt es eigentlich schon gar nicht mehr?

Den gab es noch nie (lacht). Das Kranken­haus­recht, das Vertrags­arzt­recht, das Pharma­recht, das Medizin­pro­duk­terecht ‒ es gibt extrem kompli­zierte Sparten des Medizin­rechts. Das kann keiner allein.

Und worauf kommt es denn beim Marketing tatsächlich am Ende an?

Poten­tielle Mandanten müssen genau erkennen können, was ich richtig gut kann. Und dann ist den Mandanten Zuverlässigkeit extrem wichtig. Was sie ankündigen, müssen sie einhalten. Wenn das klappt, werden sie auch schnell weiter­emp­fohlen.

Wie wichtig ist der Preis heute bei anwaltlicher Dienstleistung?

Wichtig. Ich bemerke immer wieder, dass Mandanten die Kanzleien abklappern und den Stundensatz abfragen. Für manchen Mandanten kommt es halt auf den Stundensatz an. Wenn man aber eine bestimmte Expertise mitbringt und zügig arbeitet, verliert der Stundensatz an Bedeutung.

Sie haben sich letztlich mehrmals selbstständig gemacht mit Sozietäten, jetzt als
Einzelanwältin. Was hat Sie dazu bewegt, so unternehmerisch unterwegs zu sein?

Ich habe mir das selber nie einge­stehen wollen. Ein Persönlich­keitstest hat mir aber in den USA gezeigt, dass ich starke Führungs­qualitäten habe und dass ich gerne führe. Ich gestalte gerne.

Was bedeutet für Sie Unternehmertum?

Unter­neh­mertum bedeutet für mich eigene Wege gestalten, für sich selbst verant­wortlich sein und, ja, etwas zu bewegen.

Können Sie mir dem Organ der Rechtspflege noch etwas anfangen?

Klar. Als Organ der Rechts­pflege fühle ich mich den Grund­prin­zipien unseres Staates verpflichtet. Aber natürlich muss ich Geld verdienen und will auch nicht verhehlen, dass man sich natürlich auch über die Einnahme und den Erfolg identi­fi­ziert.

Wann würden Sie einer jungen Absolventin die Selbstständigkeit empfehlen?

Also ich bin ehrlich: Ich würde einer Absol­ventin nicht empfehlen, sich als Einzelanwältin selbstständig zu machen. Ohne Anwalts­er­fah­rungen kann man heute wohl nicht mehr gründen … das Anwalts­geschäft muss man lernen – egal ob Frau oder Mann.

Braucht sie einen Fachanwaltstitel?

Nicht zwingend.

Branchenkenntnis?

Ja, und Kontakte .. und man muss gelernt haben, Fälle zu handhaben.

Wie wichtig sind heute Titel wie der Doktor oder LL.M?

Im Medizin­recht noch immer wichtig. Ärzte verbinden vor allem mit dem Doktor­titel Reputation.

Was ist die größte Herausforderung für eine Anwältin, einen Anwalt, wenn sie Familie und Beruf in Einklang bringen möchte?

Die Zeiten für Beruf und Familie aufein­ander abzustimmen. Es gibt Zeiten, in den sie einfach zu Hause sein müssen. Am Ende hat man zu häufig das Gefühl, den Kindern, aber auch der Arbeit nicht gerecht worden zu sein.

Haben Sie einen Tipp, wie man das am besten managen kann?

Ruhig bleiben und sagen, es geht nicht mehr. Man tut, was man kann. Mehr geht nicht. Als Einzelanwältin zerren wenigstens die Kollegen und Kolle­ginnen nicht mehr an einem.

Muss sich in den Sozietäten etwas ändern?

Es gibt in den Sozietäten oft noch die Haltung: Es kann nur derjenige Partner werden, der Vollzeit tätig ist. Das halte ich für totalen Unfug. Man kann auch mit weniger als 40 Arbeits­stunden in der Woche eine gute Anwältin sein.

Was ist das Minimum, was man schaffen kann. Ab wann kann man nicht mehr seriös Anwältin sein?

Es kommt darauf an, wie viele und welche Mandate man macht … an der Stundenzahl kann man das nicht festmachen. Viel wichtiger ist die Frage, wie man mit Mandatss­pitzen umgehen kann. Das kommt vor. Dafür braucht man eine Lösung.

Wie managen Sie Ihre Arbeitsbelastung?

Indem ich hin und wieder ehrlich sage, dass ich jetzt ein Mandat nicht annehmen kann. Ich habe als junge Anwältin gelernt, dass das Ablehnen von Mandaten ein No-Go ist. Heute weiß ich, dass es besser ist, ein Mandat abzulehnen und einen guten Kollegen oder eine gute Kollegin zu empfehlen. Das dient dem Netzwerk und dem Mandanten habe ich trotzdem geholfen.

Welchen Tipp würden Sie einer jungen Berufsanfängerin geben, wie sie mit dem Thema „Familiengründung“ umgehen soll?

Da gibt es keine Tipps, weil es eine sehr indivi­duelle Frage ist. Aber wenn man das Gefühl hat, man hat den richtigen Partner, dann sollt man nicht schieben …

Was kann die Jugend von Ihnen lernen?

Gehe deinen Weg. Mach das, was dir Spaß macht, und lass dich nicht von poten­zi­ellen Hinder­nissen abhalten. Hinder­nisse kann man überwinden.

Und was können Sie heute von der Jugend lernen?

Wir können von der Jugend lernen, wie Grenzen überwunden werden können. Die sind heute so digital unterwegs, da komme ich manchmal nicht mit. Wenn der Nachwuchs dieses digitale Know-how in Kanzleien einbringen kann, sollten die Kanzleien sich darüber freuen.


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