Europa

Brexit – ein Überblick für Anwälte und Kanzleien

Der Brexit hat Europa ‒ und viele Briten ‒ 2016 überrascht. Seit der Austrittserklärung ist klar, dass am 29. März 2019 Schluss ist, wenn nicht noch ein Wunder passiert. Hans-Jürgen Hellwig erläutert die Folgen des Austritts.

Der Brexit ist relevant für Anwälte und ihre Mandanten. Seit dem Referendum vor eineinhalb Jahren wissen wir: Das United Kingdom verlässt die EU. Seit der Austrittserklärung vom 29. März 2017 ist klar, dass, wenn nicht ein Verhandlungswunder passiert, am 29. März 2019 Schluss ist. Doch auch wenn die Medien regelmäßig über den Brexit berichten, es inzwischen Newsletter und viele Beiträge gibt: Das Verfahren und die Austrittswirkungen überblicken nur wenige – und vielen ist bis heute nicht klar, was der Brexit tatsächlich für die Menschen in Europa bedeutet. Das gilt auch für Anwältinnen und Anwälte und Kanzleien – vor allem wenn sie selbst oder ihre Mandanten grenzüberschreitend tätig sind. Die Folgen des Brexits beschreibt im Januar-Heft des Anwaltsblatts Rechtsanwalt und Notar a.D. Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig, Frankfurt am Main (Hellwig, AnwBl Online 2018, 9).

Der Brexit hat einschnei­dende Folgen

Der Finanz­platz London muss seine gesamten Aktivitäten auf dem Kontinent in EU-27-Gesell­schaften umstruk­tu­rieren oder einstellen. Deutsche Unter­nehmen in der Rechtsform der Limited und deutsche Kanzleien als LLP müssen sich in eine EU-27-Rechtsform umstruk­tu­rieren, um eine persönliche Haftung der Gesell­schafter zu verhindern. UK-Anwälte dürfen in Deutschland nur noch in örtlichen Büros (und nur im Herkunfts­recht und im Völkerrecht) tätig sein. Die Testate von Wirtschaftsprüfern aus UK werden auf dem Kontinent nicht mehr anerkannt. UK ist in allem faktisch und auch rechtlich stärker betroffen. All das wird im Rahmen von recht­lichen und tatsächlichen Ausführungen in dem Beitrag mit fünfzehn Anwalts­blatt-Seiten heraus­ge­ar­beitet und in den Ablauf der Austritts­ver­hand­lungen syste­ma­tisch einge­ordnet. Zugleich wird erklärt, weshalb die besondere Situation in Nordirland bisher das größte politische Problem der Verhand­lungen ist. Keine Frage: Es geht um mehr als den Brexit, nämlich die Zukunft von Europa.

Warum lesen?

Weil Hans-Jürgen Hellwig in seinem Essay profund, aber ohne wissen­schaft­lichen Ballast, erstmals ein komplexes Thema so auffächert, dass es jeder Anwalt, jede Anwältin verstehen kann. Dem Autor kommen dabei seine immensen Erfah­rungen als anwalt­licher Praktiker zugute, der auch wissen­schaftlich hervor­ge­treten ist. Zudem hatte der Autor den unmit­tel­baren Zugang zu Mitar­beitern der Brüsseler Kommission.

 

Zum Beitrag von Rechtsanwalt und Notar a.D. Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig, Frankfurt am Main

Zum Autor: Hans-Jürgen Hellwig

Hans-Jürgen Hellwig ist Rechts­anwalt und Notar a.D. 2004 war er Präsident des Rates der Europäischen Anwalt­schaften und vertritt seit Jahrzehnten den Deutschen Anwalt­verein in inter­na­tio­nalen Anwalts­gremien. Das Ehren­mit­glied des Deutschen Anwalt­vereins ist Honorar­pro­fessor für Europäisches Gesell­schafts­recht an der Universität Heidelberg.

 

 


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