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Deutscher Anwalt­verein

DAV-Präsident legt Amt nach vier Jahren nieder

Rechtsanwalt und Notar Ulrich Schellenberg legt mit dem Ablauf des 1. März 2019 das Amt als Präsident des Deutschen Anwaltvereins (DAV) nieder. Gewählt auf dem Deutschen Anwaltstag 2015 war er damit rund vier Jahre im Amt.

Anlass für seinen Rücktritt sind – so die Pressemitteilung des Deutschen Anwaltvereins - unterschiedliche Auffassungen über Führungsfragen und den Ablauf von Entscheidungsprozessen innerhalb des DAV: „Die Entscheidung zum Rücktritt ist mir nicht leichtgefallen. Angesichts der Differenzen zu Fragen der Vereinsführung und zu Entscheidungsverfahren sah ich mich aber aus Verantwortung gegenüber dem Deutschen Anwaltverein zu diesem Schritt verpflichtet“, begründet Schellenberg seine Entscheidung in der Pressemitteilung, die am 25. Februar 2019 verteilt wurde.

Rechts­anwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Mitglied im DAV-Präsidium und vor Schel­lenberg Präsident des DAV, dankte Schel­lenberg im Namen des gesamten Vorstandes für seinen engagierten Einsatz als DAV-Präsident für den Verband und die Anwalt­schaft: „Ulrich Schel­lenberg hat wesentlich zur Profi­lierung des Deutschen Anwalt­vereins und der Anwalt­schaft beige­tragen“, wird Ewer in der Presse­mit­teilung zitiert. Schel­lenberg sei es insbe­sondere ein Anliegen gewesen, sich für die Stärkung der Anwalt­schaft im Rechts­staat einzu­setzen. „Das ist ihm gelungen“, so Ewer.

Wie es jetzt weitergeht? Das Präsidium des DAV wird kurzfristig zu einer außerordent­lichen Vorstands­sitzung einladen, in der die Wahl einer Präsidentin oder eines Präsidenten erfolgen soll. Nach der Satzung des Deutschen Anwalt­vereins wählt der Gesamt­vor­stand die Präsidentin oder den Präsidenten. Der Gesamt­vor­stand ist wiederum von der Mitglie­der­ver­sammlung gewählt worden, in der vor allem die Vertreter der 256 Anwalt­vereine Stimm­recht haben.


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