Deutscher Anwaltstag 2018

Eine Region macht mobil: Metro­pol­region Rhein-Neckar

Da ist es sinnvoll, dass die Mitglieder des Speyerer Anwalt­vereins auch an den Seminaren des Mannheimer Anwalts­vereins teilnehmen können – und umgekehrt. Ohnehin liegt in der Metro­pol­region vieles dicht bei einander. „Nach Mannheim fahre ich 20 Minuten. Innerhalb Berlins ist man zum Teil deutlich länger unterwegs“, sagt Schultz.

Die Zusam­men­arbeit im Planungs­ko­mitee für den Deutschen Anwaltstag hat er als durchweg positiv erlebt. „Wir saßen zusammen und haben uns gefragt: Was können wir machen? Und wer kann was erledigen?“, erzählt Schultz. Als Dozent an der Universität Speyer habe er zum Beispiel einen guten Zugang zu den dortigen Studenten und habe dort Werbung für die Veran­stal­tungen gemacht, die sich speziell an jüngere Kollegen wenden.

Koope­ration für die Zukunft

Durch die Organi­sation des Anwalts­tages sind die Anwalts­vereine der Metro­pol­region noch enger anein­ander gerückt. „Wir haben ein sehr freund­schaft­liches Verhältnis“, sagt Schultz. Er kann sich vorstellen, dass die Koope­ration in Zukunft noch vertieft wird, etwa bei den Seminaren oder bei gemein­samen Veran­stal­tungen. Für den Speyerer Anwalts­verein ist die Zusam­men­arbeit insgesamt eine tolle Sache, findet Schultz. „Wir als kleiner Verein wären allein nie in der Lage gewesen, so etwas auf die Beine zu stellen. So können wir tatsächlich mitwirken und mitge­stalten.“

Auch Prof. Landsittel vom Mannheimer Anwalts­verein bestätigt die gute Zusam­men­arbeit zwischen den Vereinen. „Insgesamt konnten wir die persönlichen Kontakte noch weiter inten­si­vieren. Und es macht Spaß“, sagt der Vorsit­zende. „Das Konzept finde ich persönlich empfeh­lenswert. Es erhöht die Schlag­kraft und die finan­zielle Leistungsfähigkeit.“

Lässt sich die Koope­ration eventuell auch auf andere Regionen übertragen? „Auf jeden Fall“, ist sich Michael Eckert vom Anwalts­verein Heidelberg sicher. „Natürlich hat jede Region ihre lokalen Beson­der­heiten. Aber gerade Vereine mit weniger als 100 Mitgliedern haben so die Möglichkeit, gemeinsam Veran­stal­tungen und Fortbil­dungen auf die Beine zu stellen, indem sie die Last auf mehrere Schultern verteilen.“ Doch wie weit kann die Zusam­men­arbeit gehen? „Das, was besser allein gelöst werden kann, soll auch von den Vereinen selbst gemacht werden. Da, wo die Zusam­men­arbeit sinnvoll ist, arbeiten wir zusammen“, erklärt Prof. Landsittel. Das gilt für den diesjährigen Anwaltstag und auch für die Zukunft der Anwalts­vereine in der Metro­pol­region Rhein-Neckar.


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