Anwaltszukunft

Manchmal kommt es anders: Der Anwalts­markt im Wandel

Die große Herausforderung wird es sein, ein einheitlicher Beruf zu bleiben bei gleichzeitiger Mitgestaltung der Fragmentierung des Rechtsdienstleistungsmarkts: Weitere Spezialisierung und Profilierung werden im Fokus stehen. Wenn die DAV-Forderung nach einer Erweiterung der sozietätsfähigen Berufe politisch umgesetzt wird, dann können gute Beratungskanzleien entstehen, die anwaltlich geprägt sind, aber das Know-How aus verschiedenen Disziplinen vereinen. Wenn wir es dann noch schaffen, die Möglichkeiten der Technik zu nutzen, und unsere Kernpflichten zugunsten unserer Mandanten hochzuhalten, dann werden wir allen Deregulierungsbestrebungen zum Trotz immer rechtfertigen können, warum wir ein besonders regulierter Beruf sind.

Wie hat sich der DAV in den vergangenen 10 Jahren verändert?

Unter den Präsidenten Kilger, Ewer und Schel­lenberg ist der DAV agiler geworden. Insbe­sondere bei den Fachleuten in den Ausschüssen ist er weiblicher geworden und hat die Diskus­si­ons­partner über die Justiz hinaus erweitert. Die berufs­po­li­ti­schen Erfolge bei der Sicherung des Anwalts­ge­heim­nisses in § 160 a StPO, bei der RVG-Erhöhung und der Einführung der PartGmbB 2013 sind wichtig und die Abwehr von ungerecht­fer­tigter Deregu­lierung dürfen wir auch nicht vergessen. Der DAV ist in der Rechts­po­litik eine Stimme der Vernunft und konse­quent ausge­richtet auf Bürger- und Menschen­rechte. Dabei hat er die Inter­essen der Mitglieder immer im Blick. Wir haben starke Vereine, aktive Arbeits­ge­mein­schaften und Ausschüsse, die uns wirklich schmücken. Ich schaue aber vor allem auf ein tolles Team in Berlin und Brüssel, das den Verband – nun unter der Führung von Philipp Wendt – gut in eine für den Anwalts­beruf erfolg­reiche Zukunft steuert.


Das Anwaltsblattgespräch aus dem Jahre 2013 (als fiktiver Rückblick eines ehemaligen Hauptgeschäftsführers aus dem Jahre 2030) ist im Juni-Heft 2013 (AnwBl 2013, 430).

 

 


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