Zertifizierter Mediator: Mediationsverordnung tritt am 1. September 2017 in Kraft

Am 1. September 2017 tritt die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren, abgekürzt ZMediatAusbV, ein Jahr nach ihrer Verkündung in Kraft (BGBl 2016 I, 1994). Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz regelt damit den „Zertifizierten Mediator“ mit dem Ziel, die Qualität von Mediatonsleistungen und das Vertrauen in Mediationsverfahren zu stärken.

Im Januar-Heft des Anwaltsblatts haben die Anwaltsblatt-Autoren Eidenmüller/Fries die Verordnung ausführlich vorgestellt (AnwBl 2017, 23). Vor dem Hintergrund verschiedener denkbarer Regulierungsinstrumente skizzieren die Autoren das Regulierungskonzept der ZMediatAusbV. Ihr Fazit: Es wird den deutschen Mediationsmarkt nicht voranbringen.

Anwaltsblatt-Autor Plassmann erläutert im selben Heft, wie nicht nur Anwältinnen und Anwälte „zertifzierte Mediatoren“ werden (und bleiben) können (AnwBl 2017, 26). Zugleich unterzieht er die Verordnung einem Praxis-Check. Sein Fazit: Der „zertifizierte Mediator“ könnte am Ende den Erwartungen des Publikums nicht entsprechen.

Informationen zur Mediationsausbildung, zu aktuellen Kursen und eine Erläuterung der Übergangsregelungen für Absolventen von Ausbildungskursen vor Inkrafttreten der Verordnung hat die Deutsche Anwaltakademie.

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