Anwaltsethik

Ein echter Austausch zwischen den Diszi­plinen

Wie sieht es aus mit einer Fehlerkultur in der Anwaltschaft und in der Richterschaft? Der Ausschuss Anwaltsethik und Anwaltskultur fragt auf dem kommenden Deutschen Anwaltstag 2018 nach dem verschiedenen Umgang mit Fehlern innerhalb dieser beiden Berufsgruppen. „Fehlervermeidung – Umgang mit Fehlern, aus Anwaltssicht, aus Richtersicht“ lautet daher der Titel der Veranstaltung.

 

 

• Die Richterinnen Dr. Anne Lipsky und Andrea Titz sowie die Rechtsanwälte Prof. Dr. Hans-Jürgen Hellwig und Hartmut Kilger diskutieren, es  moderiert Markus Hartung.
• Und: Fragen aus dem Publikum

 

Antwort:

Es passiert selten bis nie, dass sich Vertre­te­rinnen und Vertreter von Justiz und Anwalt­schaft zu einem offenen Diskurs über Fehler und Vermei­dungs­stra­tegien treffen. Denn die Struk­turen innerhalb der juris­ti­schen Berufe machen es schwierig, sich mit Fehlern ehrlich ausein­an­der­zu­setzen. Anwältinnen und Anwälte werden für ihre fachliche Expertise bezahlt. Die Mandanten erwarten fehler­freie und sachge­rechte Lösungen. Erschwerend kommt hinzu, dass Anwältinnen und Anwälte häufig das hohe Haftungs­risiko fürchten. In der Richter­schaft wird regelmäßig auf den Instan­zenzug und die Möglichkeit der dortigen Fehler­kor­rektur verwiesen. Gerade weil aber eine funktio­nie­rende Fehler­kultur für beide Berufs­gruppen und auch die Rechts­pflege insgesamt so wichtig ist, lohnt sich ein offener Dialog. Das Publikum ist einge­laden, sich an dieser Diskussion zu betei­ligen.

 

 

Ein Mitglied aus dem DAV-Ausschuss Anwaltsethik und Anwaltskultur gibt seine ganz persönliche Antwort. Wenn Sie es anders sehen: Schreiben Sie dem Ausschuss. Antworten werden im Anwaltsblatt veröffentlicht.

 

 


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