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Für Hand- und Hosentasche: Apps für Gesetze

Ob iOS oder Android, an der App-Welt kommen Anwältinnen und Anwälte nicht mehr vorbei. Doch wie praktisch sind Gesetzes-Apps wirklich? Worauf muss man achten?

Das Angebot von Gesetzen als Apps ist vor allem verwirrend umfangreich. Kernbestand ist meist Bundesrecht, teils auch EURecht, kaum Landesrecht. Die Apps sind häufig kostenfrei, oftmals aber mit Kosten verbunden (auch bei möglichen In-App Käufen), meistens für iOS und für Android und manchmal nur für ein Betriebssystem. Ein Hinweis vorweg: kostenfrei bedeutet nicht umsonst. Lediglich „JLaw“ verspricht, die Daten der Nutzer nicht zu speichern und gewerblich zu nutzen. Wer auf den letzten Stand der Paragraphen Wert legt, sollte eine App mit regelmäßigen Updates wählen. Wer ein größeres Endgerät mit normaler Browserfunktion bevorzugt, ist weiterhin bei dejure.org sehr gut aufgehoben. Gesetze und die Nachweise zur Rechtsprechung bleiben auch für eingeloggte Nutzer kostenfrei, bieten aber Zusatzfunktionen wie eine Merkliste mit Änderungsbenachrichtigung.

 

Die App bietet Gesetze und Verordnungen des Bundes. Zusätzlich gibt es das Anwaltsblatt in der jeweils aktuellen Ausgabe. Die offline Nutzung der Gesetze kann jeder Nutzer über seine persönliche, integrierte virtuelle Handakte gestalten. Die juris DAV App ist kostenlos und werbefrei.

 

 www.anwaltverein.de

 

Die App gibt Zugriff auf Bundesrecht, auf EU-Primärrecht, EU-Richtlinien und Verordnungen. Zusätzlich können Anwender in mehr als 100.000 Gerichtsurteilen recherchieren. Die Kombination von Gesetzestexten und Urteilen macht diese App für Praktiker interessant, da die Normen oft mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung verlinkt sind. Die Volltextsuche funktioniert über Gesetze und Urteile. Die App ist kostenlos, werbefrei und verwertet nach Anbieterangaben keine Nutzerdaten.

 

 www.zivilrecht.wi.tu-darmstadt.de

 

Das besondere an dieser kostenlosen App ist die Einbindung von Landesrecht. Die App will insbesondere Studierenden und Referendaren die wichtigen Gesetze des Bundes, der EU und möglichst vieler Bundesländer in aktueller Fassung anbieten. Lesezeichen und Schnellauswahlleiste gewährleisten ein schnelles Navigieren innerhalb und auch zwischen den Gesetzen.

 www.lex-superior.com

 

Die kostenlose App bietet das Bundesrecht auf Basis der Seiten Gesetze im Internet, des Weiteren Europarecht durch EUR-Lex und das Landesrecht von Bayern über gesetze-bayern.de. Nach dem ersten Abruf steht der Gesetzestext auch offline zur Verfügung und kann dann mit Markierungen und Notizen bearbeitet werden.

 www.gasch.info

 

Auch hier steht das Bundesrecht kostenfrei zur Verfügung. Einmal heruntergeladene Gesetze stehen auch hier offline zur Verfügung. Der Nutzer kann Favoriten festlegen und eigene Sammlungen erstellen. Die Aktualisierungsfunktion muss manuell aktiviert werden, danach werden Änderungen einmal monatlich eingespielt.

 www.lawdroid.de

 

Die Hersteller bieten ein Staffelmodell: Kostenfreier Zugriff zum Beispiel auf GG, BGB, StGB, StPO, HGB. Kostenpflichtig wird es mit LX Pro. Der Zugriff auf alle gut 700 Gesetze und die Aktualisierungen kostet für ein Jahr knapp 60 Euro (5 Euro monatlich) und für drei Monate 24 Euro (8 Euro monatlich). LXPro kann für einen Monat kostenlos getestet werden. Die Live Suche bietet bereits während der Eingabe Treffervorschläge und die Navigation nutzt den gesamten Bildschirm als Touchscreen.

 www.gesetze-app.de

 

Die Gesetzestexte werden als jährliches Abo in Form eines sich verlängernden In-App-Abonnements angeboten. Der Verlag bevorzugt Einzelgesetze. Egal ob für iOS oder für Android Anwendungen, für einen Preis von ca. 5,50 Euro (manche mehr) stehen zum Beispiel das GG, BGB, Strafrecht, Straßenverkehrsgesetze oder die VOB zur Verfügung. Das jeweilige Gesetz wird auch in früheren Fassungen vorgehalten. Der Blick geht rund fünf Jahre zurück und weist auch in künftige Textfassungen. Persönliche Lesezeichen erleichtern das schnelle Wiederauffinden einzelner Paragrafen.

 www.walhalla.de

 

 


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