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Null-Fehler-Toleranz oder aus Fehlern lernen?

„Aus Fehlern wird man klug“ sagt das Sprichwort. Im beruflichen Alltag sieht es jedoch oft anders aus: Fehler kosten Geld, Zeit, Nerven und sind unerwünscht.

Folgen sind oftmals das Verschweigen oder gar Vertu­schen von Fehlern. Auswüchse sind dokumen­ta­tionswütige „Cover-your-ass-Mails“ damit der Absender notfalls belegen kann, dass er nicht verant­wortlich war, zumindest nicht angreifbar. Wie also umgehen mit Fehlern?

 

 

Das Wirtschafts­ma­gazin widmete bereits im Sommer 2007 eine Ausgabe dem Schwer­punkt Fehler. Der Blick zurück lohnt unbedingt. Unter­haltsam, infor­mativ und durchaus kritisch geht es von Aischylos über die Treff­si­cherheit in der Ballistik, der offenen Gesell­schaft von Karl Popper zur Null-Fehler-Toleranz, FMEA (Failure Mode and Effects Analysis), Qualitätssicherung und Kaizen zur Frage nach einer guten Fehler­kultur.

 

 www.brandeins.de

 

Der Blog zum Qualitätswesen von Florian Frankl bietet in diesem Beitrag eine anschau­liche Grafik unter dem Motto „Lernen ist die einzige Möglichkeit um aus Fehlern Erfolge zu machen“, die er in weiteren Beiträgen und Podcasts verfolgt.

 

 www.q-enthusiast.de

 

Eine kurze dreiseitige Übersicht des Dozenten Michael Herzig zum produk­tiven Umgang mit Fehlern. Bekanntlich macht der Ton die Musik. Zur Kommu­ni­kation finden Sie den Hinweis: Fragen Sie nicht, „Was ist heute schief­ge­laufen?“ Fragen Sie: „Was ist heute gerade nochmal gut gegangen?“ Fehler­kultur ist eng verknüpft mit Qualitätssicherung und der Frage nach der Innova­ti­ons­kraft. Sie ist zudem untrennbar mit dem Führungsstil verbunden, wie auch der nächste Beitrag zeigt.

 www.zhaw.ch

 

Der Artikel von Verena Waldbröl beschäftigt sich mit der Innova­tionsfähigkeit von Unter­nehmen – und da führt kein Weg an der Fehler­kultur vorbei. Innova­tionen sind nun mal grundsätzlich Abwei­chungen von der Norm und somit streng­ge­nommen zunächst immer Fehler im Sinne des gewünschten, reibungs­losen Prozesses. Beach­tenswert ist die Kurzan­leitung mit fünf Punkten zum „Richtig Fehler machen“ Schon die beiden ersten Punkte haben es in sich: Fehler zugestehen und Vorbild sein!

 www.moderne-unternehmenskommunikation.de

 

Der Verband bietet ein anschau­liches Übersichts­papier über Nutzen und Ziele von Super­vision und Coaching und die Unter­schiede zwischen beidem. Super­vision ist ein Format zur Reflexion unter Leitung eines ausge­bil­deten Super­visors für Einzel­per­sonen, im Team oder in firme­nunabhängigen Gruppen. Sie dient der Entwicklung von Personen und Organi­sa­tionen und somit auch der Qualität der beruf­lichen Arbeit. Ursprünglich stark im sozialen, medizi­ni­schen und pädagogi­schen Bereich verankert, beweist Super­vision ihren Nutzen zunehmend auch in anderen Branchen.

 www.bdp-verband.org

 

Das Netzwerk bildete sich aus den Regio­nal­gruppen der Deutschen Gesell­schaft für Super­vision. Es stellt neben einer kurzen Erläuterung des Beratungs­for­mates Super­vision auch eine kleine Übersicht zu möglichen Anlässen einer Super­vision und dem Nutzen vor. Es geht um die Reflexion der eigenen Rolle, Teamaufbau und -entwicklung, Feedback zur eigenen Wirkung und Vieles mehr. Eine Suche zu Anbietern in ganz Deutschland steht ebenfalls zur Verfügung. Verant­wortet wird die Seite von Chris­tiane Jacobs aus Erfurt.

 www.supervision-regional.de

 

In der deutschen Gesell­schaft geht es ausschließlich um Gruppen­su­per­vision mit Ärzten. Namens­geber ist der Begründer der Methode, der ungarische Psycho­ana­ly­tiker Michael Balint. In den 1950er Jahren entwi­ckelte er das Format einer Refle­xi­ons­gruppe für Ärzte, bei der der Super­visor das Arzt-Patienten-Verhältnis anhand konkreter Fallsi­tua­tionen im Blick behalten sollte. Balint­gruppen gibt es heute auch für weitere Berufe im Gesund­heits­wesen sowie im sozialen Bereich oder in anderen Branchen wie in der Wirtschaft für Führungskräfte.

 www.balintgesellschaft.de

 

 


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