Aufsätze

PraxisWissen September/2019: Alle Aufsätze im Überblick

Stapel Anwaltsblatt-Hefte

Alle Aufsätze des September-Hefts in ausführlicher Langfassung zu den Themen: Coaching für Anwälte, Versi­che­rungs­schutz in der Sozietät, Berufs­haft­pflicht, Evaluation des Syndi­kus­ge­setzes und Verbands­kla­ge­be­fugnis.

Coaching – wann braucht ein Anwalt, eine Anwältin einen Coach? Der richtige Weg zu Reflexion und Planung – auch der Berater braucht einen Berater

Autorin: Rechtsanwältin Gesine Reisert, Berlin: Veränderungsdruck ist dort, wo Leidensdruck herrscht. Wenn Anwältinnen und Anwälte auf ihre tägliche Arbeit schauen, auf die Entwicklung ihrer Kanzlei, die Bedürfnisse ihrer Mandanten oder die Wünsche ihrer Mitarbeiter, sehen sie vielleicht: Ein immer weiter so geht nicht, erst recht nicht, wenn das Privat- und Familienleben auch erfüllt sein soll. Anwältinnen und Anwälte glauben gerne, dass sie auch in eigener Sache ihr bester Coach sind: Sie sind es nicht. Der Beitrag wirbt dafür, beim Thema Coaching offen zu sein, zeigt Chancen aber auch Grenzen auf. ... AnwBl Online 2019, 470-473 (pdf)

Versi­che­rungs­schutz in der inter­pro­fes­sio­nellen Sozietät mit Anwälten: Warum das Parti­zi­pa­ti­ons­modell im VVG das Baukas­ten­modell schlägt

Autorinnen: Rechtsanwalt Dr. Stefan Riechert, Allianz Versicherungs-AG, München: Wenn Anwälte in einer interprofessionellen Sozietät arbeiten, ist der Versicherungsschutz seit Jahren ein Problem. Zwar gilt stets das strengste Berufsrecht. Wenn aber im Berufsrecht der Anwälte, der Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer die Regelungen zum Versicherungsrecht bei Haftungssummen und Maximierungen mal streng, mal weniger streng ist, weiß am Ende niemand, was gilt. Der Autor wirbt mit dem Partizipationsmodell für eine neue Lösung, die der Gesetzgeber im VVG verankern könnte. Der Vorschlag passt auch, wenn der Kreis der sozietätsfähigen Berufe für Anwälte bei einer Großen BRAO-Reform erweitert wird. ... AnwBl Online 2019, 474-476 (pdf)

Haben Sie schon einmal versucht, Ihre Versi­che­rungs­be­din­gungen zu lesen?: Vorschlag für ein verbes­sertes Bedin­gungswerk der anwalt­lichen Berufs­haft­pflicht­ver­si­cherung

Autor: Prof. Dr. jur. Martin Diller, Stuttgart: Keine Anwältin und kein Anwalt kann den Beruf ausüben, ohne der Rechtsanwaltskammer nachzuweist, dass der gesetzlich vorgeschriebene Mindestversicherungsschutz in der Berufshaftpflichtversicherung besteht. Selbst wenn die Anwältin oder der Anwalt ausschließlich in einer Berufsausübungsgesellschaft aktiv ist, der Versicherungsschutz ist ein persönlicher (und meist umfassender als der Mindestversicherungsschutz). Für die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung ist der ausreichende Versicherungsschutz sogar konstitutiv. Doch haben Sie in Ihre Versicherungsbedingungen schon geschaut? Und haben Sie verstanden, was da steht? Wer daran gescheitert ist, sollte den Vorschlag für ein verbessertes Bedingungswerk einmal lesen. ... AnwBl 2019, 639 (pdf)

Syndi­kus­gesetz: Was gelungen ist, was zu verbessern ist - Stellung­nahme des Deutschen Anwalt­vereins zur Evaluation des Syndi­kus­ge­setzes

Autorin: Dr. Clarissa Freundorfer, Berlin: Den Syndikusanwalt hat es schon immer gegeben. Aber erst mit dem Syndikusgesetz von 2016 hat er eine eigene Zulassung erhalten. Inzwischen gibt es rund 17.000 Syndikusrechtsanwältinnen und -anwälte. Auf den ersten Blick hat sich die Reform daher bewährt, doch wie die Stellungnahme des Deutschen Anwaltvereins zur Evaluation des Gesetzes zeigt, im Detail gibt es Verbesserungsbedarf. Angesichts einer nicht immer einheitlichen Verwaltungspraxis der 27 regionalen Rechtsanwaltskammern sollten offene Fragen vom Gesetzgeber geklärt werden. Und: Das Zulassungsverfahren sollte so gestaltet werden, dass auch bei Sonderfällen keine Versorgungsruinen (sprich Lücken in der Altersvorsorge) entstehen. ... AnwBl 2019, 646 (pdf)

Keine Verbands­kla­ge­be­fugnis bei zu enger Verflechtung mit Kanzlei BVerwG: Anwalts­kanzlei darf nicht ihren eigenen Verbrau­cher­verein gründen

Autoren: Prof. Niko Härting, Berlin und Seda Dinc, Berlin: Ein Verbraucherverein, der eng mit einer Kanzlei verbandelt war, versuchte, sich in die Liste der qualifizierten Einrichtungen beim Bundesamt für Justiz eintragen zu lassen. Der Versuch ist in letzter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert (BVerwG, AnwBl 2019, 420, Volltext AnwBl Online 2019, 566). Die Autoren begrüßen das Urteil, da die trickreiche Gründung von Verbrauchervereinen zur Mandatsakquise dem Ansehen der Anwaltschaft schadet. ... AnwBl 2019, 479 (pdf)


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