Einstellungsreport

Arbeits­recht, Verkehrs­recht & Medien­recht ‒ Chancen im Markt

Außerdem habe die Digitalisierung neue Wirkbereiche für das Medien- und Urheberrecht erschlossen. Zum Beispiel seien durch die Vielzahl an medialen Plattformen die Veröffentlichung und Verbreitung von Inhalten einfacher und damit Urheberrechtsverletzungen häufiger geworden. Zunehmend wichtig werde auch der Schutz der Datenbankenhersteller. Der Schutzumfang gemäß §§ 87 a ff. UrhG stelle die Anwälte vor neue Herausforderungen, so Dr. Eberhard Kromer von SKW-Schwarz. Mit dem Thema Digitalisierung ist für Juristinnen immer auch Legal Tech verbunden. Jens Fusbahn aus der Düsseldorfer IP-Boutique Kanzlei Kötz Fusbahn Rechtsanwälte meint, dass moderne Technologie längst zur Normalität werde: „Früher saßen Junganwälte in Datenräumen, heute übernimmt einen großen Teil dieser Arbeit kosten effizient arbeitende Legal-Tech Software.“ Hinzu käme, dass auch Laien zunehmend Legal-Tech-Angebote wahrnähmen, weil sie Kosten für Rechtsleistungen würden sparen wollen. Für die individuelle Betreuung führe der Weg dann aber wieder in die Boutique, wo eine langfristige Zusammenarbeit mit den Mandanten angestrebt werde. Auch Großkanzleien spielen mit im Urheber- und Medienrecht: Dr. Andreas Meissner von Taylor Wessing berichtet von „Leuchtturm-Fällen, in denen neues Recht geschaffen wird und die oft bis vor den EuGH gehen“. Die Großkanzlei verträte große Tech-Unternehmen der digitalen Wirtschaft, weshalb sich ihr professioneller Blick oft gen Silicon Valley richte. Dort werden die Weichen für eine digitale Welt gestellt – das spricht für Zukunftsfähigkeit. //


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