Einstellungsreport

IT-Recht und Syndi­kusanwälte

Wir brauchen Sie so, wie Sie sind

„Das IT-Recht ist für Berufs­ein­steiger besonders reizvoll, weil man sich hier auch als junger Anwalt schnell einen Namen machen kann“, sagt ein Partner einer norddeut­schen IT-Rechts­kanzlei. Obwohl Berufs­er­fahrung auch in der IT-Branche ein Plus ist, stellen viele Kanzleien gern direkt nach den Examina ein. Der Grund: Das IT-Recht ist ein dynami­sches Rechts­gebiet, mit vielen aktuellen Entwick­lungen, wobei sich viele Innova­tionen beim jungen Publikum abspielen. Daher ist es für viele Kanzleien wichtig, dass ihre Anwälte den Kontakt zur Jugend nicht verlieren. Neben den Themen Soziale Medien, Apps und Daten­schutz spielen in der Branche derzeit Mandate im Bereich Outsourcing und Cloud-Computing sowie im. Zusam­menhang mit der Inter­na­tio­na­li­sierung eine große Rolle. Die gute Mandatslage bringt Chancen für den Nachwuchs. Während in der Krise 2009 nur 17 Prozent der befragten IT-Kanzleien Neuein­stel­lungen planten, haben sich seitdem etwa zwei Drittel der befragten kleinen und mittelständischen Kanzleien vergrößert und suchen aktuell 43 Prozent nach Verstärkung, davon soll mehr als die Hälfte der Stellen im Bereich Infor­ma­ti­ons­tech­no­logie besetzt werden. Die Kanzleien sind zudem an einer langfris­tigen Zusam­men­arbeit inter­es­siert: 80 Prozent der befragten Kanzleien sind auf der Suche nach zukünftigen Partnern. Im Schnitt erfolgt der Schritt in die Partner­schaft hier nach vier bis sechs Jahren. Auch die Großkanzleien sind nach wie vor an Nachwuchs inter­es­siert. Ebenso die Unter­nehmen: Mehr als die Hälfte der befragten Rechts­ab­tei­lungen hat in den vergan­genen beiden Jahren einge­stellt und für das kommende Jahr planen 28 Prozent eine Einstellung. Dass die indivi­duelle Lebens­planung mehr umfasst, als nur den Anwalts­beruf, ist den Arbeit­gebern heute klar. Daher bieten 74 Prozent der befragten Unter­nehmen und sogar 82 Prozent der kleinen und mittelständischen Kanzleien Teilzeit­mo­delle an. Denn gerade in Konkurrenz mit den Großkanzleien wollen sie ihre so sorgfältig ausgewählten Bewerber auch langfristig halten. Unter­nehmen und Kanzleien suchen nicht ordent­liche Vollju­risten, sondern Absol­venten mit Kreativität und Persönlich­keiten, die zur Anwältin oder zum Anwalt reifen können. Wer mit Engagement und Eigenini­tiative seine eigenen Stärken und Inter­essen im Blick behält, hat gerade jetzt die Chancen, sich genau den Arbeits­platz zu angeln, der zu einem passt. „Präsentieren Sie sich so, wie Sie sind“, rät ein erfah­rener Anwalt im IT-Recht. Und: „Bitte keine Schmal­spu­r­aus­bildung.“ 


Zurück