Einstellungsreport

Erbrecht, Steuer­recht und Sozial­recht

Wir entscheiden von Fall zu Fall

Die Chancen auf eine Einstellung hängen aller­dings auch davon ab, ob auf dem Arbeits­markt derzeit überhaupt Bedarf an Verstärkung besteht. Vor fünf Jahren (kurz nach der Finanz­krise) stellten nur fünf bis zehn Prozent der kleinen und mittelständischen Kanzleien in diesen Bereichen ein, lediglich die Großkanzleien waren auf der Suche nach Nachwuchs. Heute sind die Aussichten für die jungen Anwältinnen und Anwälte besser: 41 Prozent der im Erbrecht tätigen Kanzleien suchen für das kommende Jahr Verstärkung, die Hälfte dieser Einstel­lungen sollen im Erbrecht selbst erfolgen. Für das Steuer­recht sucht sogar jede dritte Kanzlei einen neuen Mitar­beiter. Bedarf an Sozial­rechtlern besteht bei gut 17 Prozent der Kanzleien. Zwar ist die Partner­schaft bei den meisten Kanzleien nach drei bis fünf Jahren möglich, aller­dings ist im Sozial­recht nur jede dritte Kanzlei an zukünftigen Partnern inter­es­siert. Anders im Erb- und Steuer­recht: Hier liegt der Anteil bei 70 bis 80 Prozent. Umso wichtiger ist es also, dass der junge Anwalt oder die junge Anwältin gut in die Kanzlei passt, sich bei der Bewerbung sympa­thisch und inter­es­siert zeigt. Denn besonders in einem kleinen beständigen Team ist es wichtig, dass die Chemie stimmt. „Humor wäre schön“, merkt eine Anwältin einer erbrechtlich orien­tierten Kanzlei an, „das erhöht die Chancen auf jeden Fall.“


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