Portrait

Clarissa Freun­dorfer - "Weil wir alle Anwälte sind"

Vielleicht hat Clarissa Freun­dorfer diese Fähigkeit nicht nur bei der Bahn perfek­tio­niert, sondern auch – mit ihren Opponenten der Berliner Rechts­an­walts­kammer – in der Ausein­an­der­setzung über die Frage, ob sie als Syndi­kusanwältin gleich­zeitig Rechtsanwältin sein kann. „Natürlich verstehe ich die Sorge der nieder­ge­las­senen Rechtsanwälte, deren Markt immer enger wird“, sagt sie, „aber Unter­neh­mens­ju­risten in profes­sio­nellen Rechts­ab­tei­lungen beraten genauso unabhängig, wie es externe Anwälte tun, deren Rat ein Unter­nehmen einholt.“

Wie Freun­dorfers Kampf für eine Gleich­stellung ausgeht, wird imHerbst feststehen, wenn der Bundestag über die Geset­ze­si­ni­tiative von HeikoMaas endgültig entscheidet. Im Orchester der Stimmen unterstützt inzwi­schen auch die Bundes­rechts­an­walts­kammer die Reform. Immer mehr regionale Kammern haben sich für eine Regelung des Syndi­kus­an­walts ausge­sprochen. Auch Berlin.Hier haben Clarissa Freun­dorfer und ihre Syndi­kus­kol­le­genmit ihrem basis­de­mo­kra­ti­schen Putsch für klare Verhältnisse gesorgt.


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