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Antworten von Dieter Janßen, Arbeits­ge­mein­schaft Transport- und Spedi­ti­ons­recht

Warum sollte sich der Nachwuchs auf das Transport- und Speditionsrecht spezialisieren?

Auch wenn das deutsche Spedi­tions- und Landtrans­port­recht seit der Trans­port­rechts­reform nicht mehr verstreut in verschie­denen Spezi­al­ge­setzen, sondern im HGB geregelt ist, handelt es sich dennoch weiterhin um eine Spezial­ma­terie. Insbe­sondere im Zusam­menhang mit grenzüberschrei­tenden Trans­porten und Trans­porten mit unter­schied­lichen Verkehrs­mitteln sind sehr viele Beson­der­heiten (Stichwort: Multi­mo­dal­transport) und insbe­sondere auch Spezi­al­vor­schriften zu beachten.

Wie wird sich das Transport- und Speditionsrecht in den nächsten fünf Jahren wandeln?

Das Trans­port­recht selbst wird sich meines Erachtens in den nächsten 5 Jahren nicht wesentlich wandeln. Jedoch ist auch in diesem Bereich die zuneh­mende Digita­li­sierung zu spüren. Dies betrifft sowohl die recht­liche Seite (Stichwort: Legal Tech) als auch die praktische Seite (Stichwort: Spedition 4.0).

Was brauchen junge Anwältinnen und Anwälte im Transport- und Speditionsrecht, was sie in der Juristenausbildung nicht lernen?

Schon die beson­deren Vorschriften des HGB gehören wohl nach wie vor nicht zu der juris­ti­schen „Standard­aus­bildung“. Erst recht werden die Spezi­al­ge­setze, wie zum Beispiel CMR, Montrealer Überein­kommen etc. nicht gelehrt. Dies macht es erfor­derlich, sich die Kennt­nisse weit überwiegend in der Praxis anzueignen, was naturgemäß am Besten in auf Spedi­tions- und Trans­port­recht spezia­li­sierten Anwalts­kanz­leien möglich ist.